Mit Lebensfreude Grenzen überfliegen...

Mittwoch, 24 Oktober 2012 10:02

11) Erfolgsanalyse - Eigenlob hilft! Empfehlung

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11) Erfolgsanalyse - Eigenlob hilft! Image by Gerd Altmann from Pixabay

WinMental ist ein Podcast, in dem es um Mentaltraining für Sport, Beruf & Alltag geht. In der elften Folge stelle ich Euch eine Mentaltechnik vor um Selbstvertrauen aufzubauen - Die Erfolgsanlayse

Wenn Du mehr darüber erfahren möchtest, wie Du Dein Selbstvertrauen steigern kannst, dann hör gleich mal rein:

 

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Hier nun einige Frage zum Reflektieren:


Hier der Text zum mitlesen:

Das heutige Thema wurde angeregt, von einem Webinarteilnehmer, der mich fragte, was er tun könne, um sein Selbstvertrauen aufzubauen. Diese Thema betrifft denke ich viele Menschen. Daher möchte ich Euch heute eine Mentaltechnik zum Aufbau von Selbstvertrauen zeigen.

Ist Dir schon mal aufgefallen, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der immer nur mit dem Finger auf die Fehler des Anderen gezeigt wird?

Dieses Phänomen des Fehlerscreening wurde wissenschaftlich untersucht. Einer Versuchsgruppe wurde ein Blatt mit zehn einfachen Rechnungen vorgelegt. Da stand beispielsweise 12 + 7 = 19 oder 4+3 = 7 und eben auch 37 – 5 = 33. Diese Aufgabe war natürlich für alle Anwesenden sofort als unrichtig zu erkennen. Die Frage an die Teilnehmer lautete: „Fällt Ihnen an diesem Blatt etwas auf?“ und Alle, ausnahmslos Alle antworteten: „da ist eine Rechnung falsch“. Niemand sagte: „Da sind neun Rechnungen richtig!“

Auch im täglichen Leben laufen wir oft mit dieser Haltung rum. Uns fällt selten auf, wenn etwas gut gelingt. Läuft aber etwas schief, ist die Aufmerksamkeit sofort bei der Sache. Bereits beim Aufwachen beschäftigen sich viele, auch ich manchmal, mit ungelösten Problemen. Dabei werden all die schönen Dinge, die uns umgeben und auch Dinge die wir gut gemacht haben übersehen.

Gerade Menschen die unter mangelndes Selbstvertrauen leiden, haben diese Haltung. Sie sehen immer nur, was sie nicht oder besser noch nicht können. In Ihrem Fokus sind ihre Missgeschicke und Fehler.

Wobei „Fehler“ eh ein falsches Wort ist. Inzwischen bin ich der Meinung es gibt keine Fehler. Egal was ich in der Vergangenheit scheinbar falsch gemacht habe, habe ich ja nur getan, weil ich es nicht besser wusste. Hätte ich es besser gewusst, hätte ich natürlich auch anders gehandelt. Also musste ich diesen scheinbaren „Fehler“ machen, um Erfahrung zu sammeln. Mit dieser neugewonnen Erfahrung, konnte ich dann anders handeln. Jede Erfahrung, egal ob Job- oder Studienwahl, Partnerwahl, Wohnortwahl oder Wahl etwas nicht zu tun, hat mich zu dem gemacht was ich heute bin. Also sind Fehler nichts weiter als Erfahrungen die notwendig waren, damit ich etwas dazu gelernt habe.

Menschen mit wenig Selbstvertrauen befinden sich oft in einer Abwärtsspirale. Sie analysieren bis ins Detail was alles schief gegangen ist in ihrem Leben, bzw. was sie nicht können. Im Sport werden ebenfalls Fehler bis ins kleinste Detail analysiert und es wird untersucht, warum der erhoffte Erfolg ausblieb. Aktionen, Erlebnisse, die besonders gut geklappt haben, rücken dabei oft in den Hintergrund Eine mentale Technik um ein Gegengewicht herzustellen, ist die Erfolgsanalyse.

Und so kannst Du vorgehen:

  • Schreibe Dir auf, was Du schon alles erreicht hast und welche Erfolge Du hattest.
  • Mache dies in regelmäßigen Abständen. Also einmal am Tag (wie ein Tagebuch) oder wenigstens einmal die Woche.
  • Vor allem wenn Dir dann etwas nicht so gelungen ist, wie Du es vielleicht gerne gehabt hättest, hilft Dir die Analyse die wieder in einen guten Zustand zu bringen. Denn in der Vergangenheit hast Du ja schon eine Menge erreicht!


Eigenlob stinkt heißt es. Aber ich sage: Eigenlob hilf!

Wenn Du von jemand anderen gelobt wirst. Freust Du Dich. Ein genauso gutes Gefühl erfährst Du, wenn Du Dich selber lobt. Das tolle am Eigenlob ist, Du kannst Dich so oft und so viel loben wie Du nur möchtest!

Vielleicht befürchtest Du, Du könntest überheblich werden, wenn Du Dich zu oft lobst? Dann frage ich Dich: Hast Du auch Angst davor, Dich minderwertig zu fühlen, wenn Du Dich kritisierst? Wohl eher nicht. Selbstgespräche finden im stillen statt und sind für Außenstehende nicht zu hören. Lediglich an unserer Gestik und Mimik können andere Menschen erahnen was in Deinem Kopf abgeht. Mit anderen Menschen verbringst Du ein paar Stunden pro Tag. Redet eine Person schlecht über Dich oder macht Dich runter, kannst Du ihr aus dem Weg gehen. Doch mit Dir selbst musst Du Dein ganzes Leben zusammen sein. Ist es da nicht angenehmer mit sich selbst so zu sprechen, dass Du gerne mit Dir zusammen bist?

Mache eine Gewohnheit daraus, Dich für alles was Dir gelingt zu loben und schreibe es auf. So wirst Du langsam Dein Selbstvertrauen steigern können. Denn Selbstvertrauen ist nichts weiter als das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, so dass Du Dir Selbst vertrauen kannst!

Zum Schluss noch eine kleine Geschichte, dessen Autor ich leider nicht kenne:

Der Sprung in der Schüssel
(Autor leider unbekannt)

Es war einmal eine alte chinesische Frau, die zwei große Schüsseln hatte, die von den Enden einer Stange hingen, die sie über ihren Schultern trug.

Eine der Schüsseln hatte einen Sprung, während die andere makellos war und stets eine volle Portion Wasser fasste.
... Am Ende der lange Wanderung vom Fluss zum Haus der alten Frau war die andere Schüssel jedoch immer nur noch halb voll.

Zwei Jahre lang geschah dies täglich: die alte Frau brachte immer nur anderthalb Schüsseln Wasser mit nach Hause.

Die makellose Schüssel war natürlich sehr stolz auf ihre Leistung, aber die arme Schüssel mit dem Sprung schämte sich wegen ihres Makels und war betrübt, dass sie nur die Hälfte dessen verrichten konnte, wofür sie gemacht worden war.

Nach zwei Jahren, die ihr wie ein endloses Versagen vorkamen, sprach die Schüssel zu der alten Frau:

'Ich schäme mich so wegen meines Sprungs, aus dem den ganzen Weg zu deinem Haus immer Wasser läuft.'

Die alte Frau lächelte.
'Ist dir aufgefallen, dass auf deiner Seite des Weges Blumen blühen, aber auf der Seite der anderen Schüssel nicht? Ich habe auf deiner Seite des Pfades Blumensamen gesät, weil ich mir deines Fehlers bewusst war. Nun gießt du sie jeden Tag, wenn wir nach Hause laufen. Zwei Jahre lang konnte ich diese wunderschönen Blumen pflücken und den Tisch damit schmücken. Wenn du nicht genauso wärst, wie du bist, würde diese Schönheit nicht existieren und unser Haus beehren.'

Sei dankbar für Deine Fehler und Lobe Dich für Deine Erfolge! In diesem Sinne wünsche ich Dir alles Gute und viel Vergnügen Dich selbst zu Loben!

Wenn Du Anregungen hast oder Wünsche, dann schreib mir eine eMail an yvonne(at)winmental.de.

 


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Gelesen 3921 mal Letzte Änderung am Montag, 22 August 2022 18:42

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