Mit Lebensfreude Grenzen überfliegen!

36) Pilotenstrategie 4 - Gehe deinen Weg

23. November 2016 0 Comment Podcast 831 Views

 

Wie oft hast du dich schon von deinem Weg abbringen lassen, weil andere dir dazwischen gefunkt haben oder du glaubtest der Weg eines anderen sei besser als dein eigener?

 

Ich selbst hab mich schon des öfteren abbringen lassen. Sei es beim Wettbewerbsfliegen mit dem Gleitschirm oder in der Geschäftswelt als Beraterin. Der ursprüngliche Plan wird umgeworfen, weil der Weg der anderen scheinbar einfacher, besser oder lukrativer erschien.

 

Die anderen wissen es besser als ich!

Sehr gut konnte ich das während eines Wettbewerbes selbst erleben. Mein ursprünglicher Plan, war die vorgegebene Route abzukürzen und direkt an einen Prallhang in Talmitte zu fliegen. Der Pulk (=das Hauptfeld der Piloten) flog an einem Grat entlang, der etwas abseits der Route lag. Ich erkannte die Chance und flog los. Doch auf halben Weg kamen unter mir ein paar Piloten entgegen, die ich als Toppiloten identifizierte. Sie flogen anstatt an den vor mir liegenden Prallhang zurück zum Grat. Als ich das sah, dachte ich "die wissen es besser als ich". Also verabschiedete ich mich von meinem Plan und flog den selben Weg, wie sie. Das Ende vom Lied war, dass wir an dem Grat keinen Aufwind mehr fanden und uns wenig später mit gefühlten 500 m niedrigerer Höhe an meinen zu Beginn auserkorenen Prallhang wiederfanden. Der Pulk hatte währenddessen gut Höhe gemacht und flog in abgalaktischen Höhen über uns weg. Die paar Piloten und ich durften stattdessen erst einmal mühseelig wieder von unten Höhe machen.

 

Ähnlich ist es mir auch schon öfter in meiner Tätigkeit als Beraterin ergangen. Eine tolle Idee, für die ich brannte, wurde plötzlich liegen gelassen, weil ich im Internet oder auch in der "realen" Welt einen Tipp erhielt, der viel besser als meine ursprüngliche Idee sei. Nicht selten sah ich dann bei anderen, wie sie meine Idee umsetzten und damit Erfolg hatten.

Der ständige Vergleich

Es ist natürlich gut, sich an den anderen zu orientierten – keine Frage. Doch wichtig ist auch: auf sich selbst zu schauen, bei sich zu bleiben und vom Ausgangspunkt her nach neuen Möglichkeit und Lösungen zu suchen.

 

Beim Fliegen wird dies besonders deutlich: Wenn ich irgendwo tief an einem Hang ein Aufwindband gefunden habe, welches dafür sorgt, dass ich die Höhe gerade noch so halten kann und andere kommen über mich hinweg geflogen, dann wäre es fatal mich an die anderen dran zu hängen und zu versuchen gleich schnell zu fliegen. Hier heißt es erst einmal Höhe tanken und versuchen eine gute Ausgangshöhe für den Weiterflug zu schaffen. Oft zeigt sich, dass etwas später die anderen ein "Hänger" haben und ich dann über sie hinwegfliegen kann. - Geduld zahlt sich eben am Ende doch aus.

 

In der beruflichen Welt ist es ganz ähnlich. Häufig wird den vermeintlich Erfolgreichen nachgeeifert. Schnell werden ursprüngliche Pläne über Board geworfen und es wird ein neues Projekt gestartet. Dabei wird der Weg, den die Erfolgreichen gegangen sind übersehen. Die Momentane Situation ist eine andere. Da helfen nur zwei Dinge: Entweder ich gehe an den selben Ausgangspunkt wie die scheinbaren erfolgreichen und mache die gleichen Schritte – was aber eventuell nicht funktioniert, da sich inzwischen die Rahmenbedingungen geändert haben. In Zeiten des Internets verändert sich die Welt schnell. Etwas das gestern noch funktionierte, ist heute vielleicht nicht mehr umsetzbar. Oder die zweite Möglichkeit ist, ich analysiere meine momentane Situation und suche nach Lösungen und neuen Möglichkeiten, die mich voran bringen.

Fokussiert bessere Ergebnisse erzielen

Mit der Konzentration auf dich und das, was zu tun ist, kommst du in den Flow, bringst bessere Leistungen und hast die Möglichkeit Lösungen zu finden. Sowohl beim Fliegen als auch im beruflichen Alltag. Vermeide daher während eines Projektes jegliche Ablenkungen und konzentriere dich jeweils auf das, was gerade ansteht.

 

Hierzu eine kleine Geschichte aus dem Zen:

 

Einige Schüler fragen ihren Zen-Meister
warum er so zufrieden und glücklich ist:

Der Zen-Meister antwortet:
“Wenn ich stehe, dann stehe ich, wenn ich
gehe, dann gehe ich, wenn ich sitze, dann
sitze ich, wenn ich esse, dann esse ich,
wenn ich liebe, dann liebe ich …”

“Das tun wir auch, antworteten seine
Schüler, aber was machst Du darüber
hinaus?” fragten Sie erneut.
Der Meister erwiderte:
“Wenn ich stehe, dann stehe ich, wenn ich
gehe, dann gehe ich, wenn ich … ”

Wieder sagten seine Schüler:
“Aber das tun wir doch auch Meister!”
Er aber sagte zu seinen Schülern:
“Nein – wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon,
wenn ihr steht, dann lauft ihr schon, wenn
ihr lauft, dann seid ihr schon am Ziel.”

 

Wenn du es schaffst, dich wie der Zen-Meister auf die Dinge zu konzentrieren, wirst du nicht nur leistungsfähiger, weil du schneller und effektiver deine Aufgaben erledigst, sondern deine Tage werden reichhaltiger und dir steht mehr Zeit für Erholung zur Verfügung.

 

Dein eigener Weg:

Beim Fliegen nutze ich die anderen und arbeite mit ihnen zusammen, so wie in dem Podcast "Nutze die Gemeinschaft" beschrieben. Dennoch ist es gut sich von den anderen nicht vom eigenen Plan ablenken zu lassen. Denn oft habe ich selbst gute Ideen, die mich weiter bringen und vielleicht sogar besser sind als der Weg den die Masse geht. 

Im beruflichen Alltag ist es genauso. Die anderen können nützliche Informationen darüber geben, was funktioniert und was nicht. Es können gute Kooperationen entstehen. Dennoch ist es sicher sinnvoll, wenn du dich auf deine Stärken konzentrierst und dich nicht von den unzähligen anderen Möglichkeiten und Wegen abbringen lässt. Denn ansonsten kann es passieren, dass du wie im Labyrinth im Kreis läufst. Finde ein für dich passendes Ziel und nutze all deine Möglichkeiten, die dir zur Verfügung stehen, um eine Lösung für deinen Weg zu finden.

Fazit:

Egal was du tust, achte darauf, wo du im Moment stehst. Dann fokussiere dich auf deine Stärken. Der Weg der anderen kann für sie gut sein, was aber nicht heißt, dass er auch für dich gut ist. Nutze die Zeit für das, was JETZT ansteht.

 

Lass dich nicht von scheinbar erfolgreichen Personen von deinem Weg abbringen. Wer zu oft wechselt und sich ständig ablenken lässt, tritt auf der Stelle. Vorwärts kommst du, wenn du dich auf deine Stärken konzentrierst und diese einsetzt.

 

Frage dich: Wo fällt es dir leicht, dich ganz auf die Aufgabe und das HIER und JETZT zu konzentrieren?

 

Ich wünsche dir viel Aufwind bei der Suche nach deinem eigenen Weg.

 

Yvonne

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