Gleitschirmfliegen ist weit mehr als nur ein Sport – es ist für viele eine Leidenschaft, die mit Freiheit, Naturverbundenheit und Abenteuerlust verbunden ist. Pauline, eine begeisterte Gleitschirmpilotin aus Tirol, erzählt im Interview von ihrem Weg zum Gleitschirmfliegen. Von der Abstiegshilfe bis hin zu den X-Pyrs. Ein inspirierendes Gespräch über die Freude am Fliegen.
Viel Spaß mit dem Interview!
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Kontakt zu Pauline Müller:
https://www.instagram.com/_pauline_mueller/
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Transkript zum Interview:
Wie bist du eigentlich zum Gleitschirmfliegen gekommen? Ich meine, du kommst ursprünglich eher aus einer flachen Gegend, oder?
Genau, ich komme ursprünglich aus Dresden und bin vor 13 Jahren nach Reute in Tirol gezogen. Das Fliegen habe ich erst vor etwa 5 bis 6 Jahren angefangen. Ich war schon immer gern in den Bergen unterwegs, habe viel draußen gemacht. Mein Knie macht mir schon lange Probleme, und da war das Fliegen irgendwann im Hinterkopf – so nach dem Motto: „Wenn ich mir das Runtergehen sparen könnte.“ Aber Fliegen stand nie wirklich im Fokus, weil ich dachte, ich kann nicht noch ein Hobby anfangen. 2020 haben zwei Freunde angefangen zu fliegen – beziehungsweise sie sind schon geflogen – und sie haben oft davon erzählt. Durch Corona und die Kurzarbeit in meiner Firma hatte ich plötzlich Zeit, also habe ich mich spontan für die Ausbildung angemeldet.
Du hast also die Kurzarbeit genutzt, um deinen Gleitschirmschein zu machen?
Genau so war es.
Es wirkt so, als ob dir das Gleitschirmfliegen sehr viel Freude bereitet.
Auf jeden Fall. Vor fünf Jahren hätte ich nicht gedacht, dass es so einen großen Platz in meinem Leben einnimmt. Anfangs war das Fliegen nur ein weiteres Hobby und eine Abstiegshilfe. Es ist nach wie vor eine Abstiegshilfe, aber inzwischen kommen noch ganz andere Aspekte hinzu, an die ich am Anfang nicht gedacht hätte.
Was reizt dich denn genau am Gleitschirmfliegen?
Die verschiedenen Facetten, die das Fliegen mit sich bringt. Ich liebe nach wie vor die ruhigen Gleitflüge, vor allem bei Sonnenaufgang oder am Abend. Ich genieße es sehr, allein unterwegs zu sein – einfach nur ich und die Natur. Andererseits hat mich mittlerweile auch das Streckenfliegen sehr gereizt. Das hätte ich am Anfang nicht gedacht.
Mittlerweile nimmst du regelmäßig an Hike & Fly-Wettbewerben teil. Im Winter warst du zum Beispiel in Mexiko bei einem Wanderbird-Event. Anfangs hast du von Knieproblemen gesprochen. Bei unserem gemeinsamen Verein gewinnst du jedes Jahr den Preis für die meisten erwanderten Höhenmeter – im letzten Jahr waren es etwa 170.000 Meter nur durch Hike & Fly. Wie schaffst du das?
Ich versuche mehrmals pro Woche auf den Berg zu kommen und natürlich so oft wie möglich zu fliegen. Wenn ich am Wochenende frei habe oder im Urlaub bin, dann auch mal zweimal am Tag. So kommen einige Höhenmeter zusammen – besonders in den letzten Jahren mit dem Fliegen noch viel mehr. In den letzten sieben oder acht Jahren habe ich jährlich etwa 150.000 Höhenmeter erlaufen. Durch das Fliegen sind es sogar 150.000 bis 170.000 Höhenmeter pro Jahr. Mein Knie war der Grund, warum ich überhaupt mit dem Fliegen angefangen habe. Es geht langsam besser, aber hundertprozentig ist es nie. Die Probleme habe ich eher beim Gehen in der Ebene oder beim längeren Bergabgehen, nicht so sehr beim Bergaufgehen. Das macht Wettbewerbe manchmal schwierig: Auf langen flachen Passagen müsste ich mehr gehen als laufen.
Warum machst du überhaupt Wettbewerbe? Du sagst, du liebst es alleine auf den Berg zu steigen und die Natur zu genießen – das ist doch das Gegenteil von Wettbewerb, wo es um Tempo und Schnelligkeit geht und das Genießen schwieriger wird.
Das ist eine gute Frage. Ich hätte selbst nicht gedacht, dass ich der Wettbewerbstyp bin oder dass mir das gefällt. Vor drei Jahren habe ich den ersten Wettbewerb mitgemacht, weil ich es einfach mal erleben wollte. Die Kombination aus Kondition, Technik und Taktik fand ich spannend. Ich mag das Sportliche und bin ehrgeizig. Du kannst konditionell top sein, aber wenn die anderen fliegen, kommst du nicht weit – und umgekehrt auch. Man braucht also beides: Kondition und fliegerisches Können. Das gefällt mir insgesamt sehr gut. Irgendwie hat es mich dann gepackt, gerade bei längeren Wettbewerben, wo Durchhaltevermögen und Ehrgeiz gefragt sind – das passt zu mir.
Du hast bei den letzten X-Alps Markus Anders unterstützt. Wie war das für dich?
Ein echtes Abenteuer. Es war klar, dass es eine große Herausforderung wird. Wir waren ein relativ großes Team und es war sehr anstrengend – körperlich, weil man mit Markus mithalten muss. Als Supporter hatte ich viel Ausrüstung dabei – das habe ich unterschätzt, wie schwer der Rucksack wird. Vor allem wenn man noch einen kleinen Schirm dabei hat, um runterzufliegen. Es war körperlich wie auch organisatorisch anstrengend – zwei Wochen als Team auf engem Raum zusammenzuleben ist nicht immer einfach.
Das kann ich mir gut vorstellen – jeder hat Stress und dann können Emotionen schnell hochkommen.
Ja, genau.
Konntest du aus dieser Zeit auch etwas für dich mitnehmen? Etwas, das du bei deinen eigenen Wettbewerben umsetzen möchtest?
Ja, auf jeden Fall. Das waren eher kleinere Punkte wie die Vorbereitung: Worauf muss man achten? Besonders im zwischenmenschlichen Bereich. Bisher war ich nur mit meinem Freund als Supporter unterwegs – wir kennen uns lange und verstehen uns blind. In einem größeren Team wird alles komplexer. Das nehme ich mit für mich: Teamarbeit, Routenplanung und einen effizienten Tagesablauf. Bisher habe ich mich da eher amateurhaft vorbereitet und nicht jeden Morgen nach kleinen Zeitgewinnen gesucht. Aber bei einem langen Rennen wie den X-Alps mit wenig Schlaf kommt jede Minute Schlafqualität einem Vorteil gleich.
Dieses Jahr machst du bei den X-Pyr mit – auch ein großes Rennen. Wie bereitest du dich darauf vor?
Die X-Pyr wird sicher ein Abenteuer. Dieses Mal sind wir nicht mehr zu zweit, sondern als größeres Team unterwegs. Jetzt wäre die Zeit für intensive Vorbereitung: Klären wer was übernimmt, welche Tools wir für Planung und Kommunikation nutzen wollen. Leider bin ich bisher noch nicht dazu gekommen wegen meines Jobs – aber ich bin zuversichtlich.
Wie viele Leute seid ihr diesmal im Team?
Wir sind vier Personen. Eine Freundin hat angeboten als Physiotherapeutin mitzukommen – gerade wegen meiner Kniegeschichte ist das super. Da war schnell klar, dass wir zwei Autos brauchen: Zwei Leute pro Auto zum Fahren und für die verschiedenen Aufgaben. Außerdem kommt noch eine Freundin mit, die selbst begeistert fliegt. Ich glaube, das wird richtig cool.
Was waren bisher deine beeindruckendsten Flugerlebnisse?
Ein besonderer Flug war in Dubai vor zwei Jahren – wir sind vom Wolkenkratzer gestartet. Das bleibt natürlich in Erinnerung; ich war vorher sehr nervös. Aber auch mein erster 100-Kilometer-Flug war unvergesslich – der war total ungeplant! Ich wollte Biwakfliegen gehen und hatte Zelt und alles dabei. Vom Lechtal aus wollte ich ins Inntal fliegen und dann schauen wohin mich der Wind trägt. Als ich dann Richtung Landeck flog und die Zugspitze sah, dachte ich: „Eigentlich kann ich zurückfliegen und die 100 Kilometer voll machen.“ Gesagt, getan – so landete ich mit meinem Zelt am Hahnenkamm. Auch zwei Hochtouren über den Berliner und den Dom waren landschaftlich beeindruckend: Über Gletscherspalten fliegen und einen Abgleiter mit 3.000 Höhenmetern machen – das war großartig. Und letztes Jahr im Dezember sind wir zu zweit in Mexiko vom Pico de Orizaba auf 5.600 m geflogen – auch ein tolles Erlebnis.
Du hattest also schon viele beeindruckende Flugerlebnisse.
Ja.
Gab es auch herausfordernde Situationen, bei denen du gesagt hast: Das war jetzt echt stressig?
Ja, das gehört dazu. Jeder hat solche Situationen sicher ein- oder zweimal erlebt. Eine war beim Dolomiti Superfly vor zwei Jahren: Das Wetter war gut, aber labil – nachmittags bildeten sich oft Regenwolken oder Gewitter. Da musste ich genau aufpassen: Wo fliege ich hin? Was kann ich umfliegen? Einmal wich ich einer Regenzelle aus – trotzdem kam während des Fluges Hagel auf mich zu. So etwas hatte ich vorher nie erlebt und wollte natürlich schnell weg von dort. Zum Glück ist nichts passiert; ich bin rausgeflogen und habe in einem Tal in Italien gelandet.
Ansonsten habe ich mich schon mal verschätzt und bin ins Lee geflogen oder der Talwind war stärker als erwartet – da hat es meinen Schirm schon mal komplett zerlegt. So etwas braucht man nicht unbedingt, aber im Nachhinein fand ich es gar nicht schlecht: Ich konnte damit umgehen und kenne meinen Schirm jetzt noch besser.
Du nimmst also das Positive mit und sagst dir: „Das war herausfordernd, aber ich habe es gemeistert.“ Das stärkt dein Selbstvertrauen?
Auf jeden Fall! Natürlich dachte ich in dem Moment: „Was machst du da?“ Aber rückblickend finde ich es gut so erlebt zu haben – ich weiß jetzt besser, wie mein Schirm reagiert und dass ich damit umgehen kann.
Machst du regelmäßig Sicherheitstrainings?
Ja, die sind mir sehr wichtig für den Kopf und meine Sicherheit. Ich lerne Abläufe kennen und kann sie trainieren – das hilft beim Handling des Schirms sehr gut. Bisher habe ich vier Sicherheitstrainings gemacht und versuche, jedes Jahr eins zu absolvieren.
Körperlich bist du sehr fit – wie viele Flugstunden hast du im Jahr?
Letztes Jahr waren es knapp 200 Stunden Flugzeit; die Stunden werden von Jahr zu Jahr mehr. Es kommt natürlich darauf an, ob ein reiner Flugurlaub dabei ist: Vor zwei Jahren war ich zweieinhalb Wochen in Indien und hatte dort allein rund 60 Flugstunden gesammelt. Damit bin ich zufrieden – klar könnte es mehr sein, aber mit Vollzeitjob ist es schwierig, bei jedem guten Wetter frei zu bekommen oder spontan dahin zu fahren, wo das Wetter passt.
200 Stunden sind wirklich ordentlich – gerade wenn man Vollzeit arbeitet.
Genau! Gestern z.B., da saß ich im Büro und hab rausgeschaut, wie alle fliegen…
Neben deinem Hike & Fly Training achtest du auf deine Ernährung?
Ich versuche schon gesund und ausgewogen zu essen. Seit einigen Jahren bin ich Vegetarierin und achte daher auf bestimmte Vitamine und Spurenelemente – manchmal lasse ich es aber auch schleifen. Einen speziellen Ernährungsplan habe ich nicht; bei Wettbewerben esse ich eher intuitiv.
Der Körper sagt einem ja selbst meistens, was er braucht.
Genau! Und wenn es abends mal Pizza sein soll, dann darf das eben Pizza sein.
Machst du eine mentale Vorbereitung für Flüge oder Wettbewerbe?
Relativ wenig bisher – da könnte ich sicher noch etwas verbessern, gerade bei Wettkämpfen. Beim freien Fliegen habe ich manchmal gemerkt, dass meine Gedanken woanders waren; da fehlte mir der Fokus aufs Hier und Jetzt – wahrscheinlich auch wegen Stress.
Wie wichtig ist dir die Gemeinschaft beim Fliegen? Du bist viel mit deinem Freund unterwegs – hast du sonst viele Leute zum Fliegen?
Wir haben eine Hike & Fly-Gruppe mit mehreren Freunden; ab und zu gehen wir gemeinsam fliegen. Unter der Woche bin ich oft allein unterwegs; das gibt mir mehr Flexibilität ohne Rücksicht auf andere nehmen zu müssen – wenn’s gerade passt, gehe ich einfach los. Ich mag es gern alleine sein, aber natürlich auch mit guten Freunden Zeit verbringen.
In der Luft finde ich es schwierig zusammenzubleiben, weil die Leistungsniveaus oft unterschiedlich sind und auch die Ziele variieren: Mein Freund fliegt lieber kürzere Strecken ohne es auszureizen; wir haben einfach unterschiedliche Vorstellungen und fliegen meist getrennt. Aber ab und zu mal zusammen eine kleine Strecke zu fliegen macht Spaß – wir helfen uns gegenseitig oder zeigen uns Thermikstellen.
Ich finde das auch schwierig: Selbst bei ähnlichem Level erwischt der eine Thermik gut, der andere nicht – soll man warten oder weiterfliegen?
Genau! Letztes Wochenende haben mein Freund und ich versucht zusammen das Lechtal hoch- und runterzufliegen: Ich flog etwas schneller voraus und zeigte ihm Thermikstellen; wenn er mal zurückfiel, spiralte ich abwärts ab, um wieder zusammenzukommen – so wie du gesagt hast: Einfach nicht so leicht!
Welche Ziele hast du neben der X-Pyr für dieses Jahr?
Die X-Pyr ist mein größtes Ziel dieses Jahr – der größte Wettkampf und ein großes Abenteuer steht bevor! Ich freue mich total darauf. Mein Ziel ist vor allem eine gute Zeit zu haben – als Team viel erleben und gesund bleiben ist mir am wichtigsten. Die Pyrenäen kenne ich noch nicht; natürlich möchte ich so weit kommen wie möglich. Konkrete Ergebnisziele habe ich keine; einfach gute Entscheidungen treffen und mein Bestes geben.
Ich glaube Honorin Hamard hat mal gesagt: „Genieß es und gib dein Bestes.“
Ganz genau so sehe ich das!
Das klingt nach einer guten Einstellung! Wenn man Spaß hat und sein Bestes gibt, kommt das Ergebnis von ganz allein.
Welchen Tipp würdest du Anfängern geben, die Hike & Fly machen wollen oder vielleicht an Wettbewerben teilnehmen möchten?
Mach einen Schritt nach dem anderen! Überfordere dich nicht! Ich habe die ersten Schritte genauso gemacht: Zwei Jahre bin ich nur mit meinem A-Schirm geflogen – das war genau richtig! Mit einem A-Schirm kann man auch Strecke machen; man ist nur etwas langsamer – aber das ist egal am Anfang! Man lernt so die Grundlagen gut kennen. Ich bin generell eher vorsichtig unterwegs; deshalb mein Tipp: Langsam angehen lassen, Sicherheitstraining machen und viel üben.
Möchtest du den Lesern zum Abschluss noch eine Botschaft mitgeben?
Mir ist wichtig zu sagen: Das Fliegen bedeutet für mich vor allem die enge Verbindung zur Natur – bewusst wahrzunehmen, zu genießen und sich mit ihr zu bewegen. Was wir machen ist etwas ganz Besonderes – ein Privileg! Wir sollten nie vergessen, wie einzigartig das ist.
Das ist ein schöner Abschluss – vielen Dank Pauline und viel Spaß bei den X-Pyr!
Sportpsychologische Überlegungen:
1. Motivation und Zielsetzung
Pauline zeigt eine starke intrinsische Motivation: Sie fliegt nicht nur aus Leistungsorientierung, sondern vor allem aus Freude, Naturverbundenheit und persönlicher Begeisterung. Gleichzeitig setzt sie sich Ziele wie „gesund bleiben“, „gutes Teamwork“ und „gute Entscheidungen treffen“, anstatt sich ausschließlich auf das Ergebnis zu fokussieren. Diese ausgewogene Balance zwischen Leistungs- und Genussorientierung schützt wirksam vor Überforderung. Mit dieser klaren Zielsetzung gelingt es ihr, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren – nämlich auf das Fliegen selbst.
Empfehlung:
Wenn deine Ziele aus dir selbst kommen und deine persönlichen Werte widerspiegeln, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du langfristig Freude am Fliegen behältst. Reflektiere deshalb regelmäßig, was dir Freude bereitet und warum du während des Fluges bestimmte Entscheidungen triffst. Indem du den Fokus auf den Lernprozess und deine eigenen Fortschritte legst, verbesserst du dich kontinuierlich. Ein gutes Ergebnis stellt sich so ganz automatisch ein – denn den Fortschritt kannst du aktiv beeinflussen, während das Ergebnis von vielen äußeren Faktoren abhängt, wie zum Beispiel dem Wetter oder den Leistungen anderer Piloten. Deshalb lautet die klare Empfehlung: Konzentriere dich auf deinen Fortschritt.
2. Umgang mit Stress und Herausforderungen
Pauline erlebt bei schwierigen Flugbedingungen Stress, geht aber konstruktiv damit um, indem sie diese Situationen als Lernchancen betrachtet. Dadurch stärkt sie ihr Selbstvertrauen und ihre Widerstandsfähigkeit. Ihre regelmäßigen Sicherheitstrainings helfen ihr zusätzlich, mehr Sicherheit und Routine im Umgang mit solchen Situationen zu gewinnen.
Empfehlung:
Es ist völlig normal, immer wieder in herausfordernde Flugsituationen zu geraten. Die Stressreaktionen des Körpers setzen die nötige Energie frei, um diese Situationen erfolgreich zu meistern. Wichtig ist, nach jedem Flug zu reflektieren: Was lief gut? Was hätte besser laufen können? Worauf solltest du in Zukunft besonders achten? Und vor allem: Was hast du gelernt? Jeder Flug bietet die Chance, etwas Neues zu erfahren und sich weiterzuentwickeln.
Wenn du eine schwierige Situation erlebt hast, die du künftig anders angehen möchtest, können Visualisierungen sehr hilfreich sein. Suche dir einen ruhigen Moment, entspanne dich und stelle dir die herausfordernde Situation genau vor. Spiele gedanklich durch, wie du dich optimal verhältst:
- Was kannst du sehen, hören, riechen, schmecken und spüren?
- Was hindert dich daran, ruhig zu bleiben?
- Wenn das Hindernis auftaucht, wie sieht dann dein konkreter Plan aus?
- Welche Schritte unternimmst du, um die Situation sicher zu meistern?
Wer regelmäßig trainiert, einen klaren Plan hat und sich mental auf schwierige Situationen vorbereitet, reagiert mit hoher Wahrscheinlichkeit angemessen und bleibt dabei gelassener – auch wenn der Druck steigt.
3. Selbstvertrauen
Pauline hat durch das Meistern herausfordernder Situationen ihr Selbstvertrauen deutlich gestärkt. Sie zeigt eine realistische Selbsteinschätzung und geht vorsichtig mit Risiken um, was zu einer stabilen und sicheren Selbstwahrnehmung führt.
Empfehlung:
Reflektiere regelmäßig deine Flugerlebnisse und notiere, was du daraus gelernt hast. Selbstvertrauen entsteht, indem du bestimmte Fertigkeiten bewusst übst, effektiv anwendest, die Ergebnisse bewertest und deine Vorgehensweise bei Bedarf anpasst. Dabei ist es wichtig, sich nicht an Fehlern festzubeißen, sondern den Fokus auf das zu richten, was bereits gut funktioniert und wo noch Verbesserungsmöglichkeiten bestehen.
Pauline hat beschrieben, dass sie lange mit ihrem Anfängerschirm geflogen ist und so erste Streckenflüge sicher gemeistert hat. Der Schlüssel zum Aufbau von Selbstvertrauen liegt darin, sich in kleinen, kontrollierten Schritten weiterzuentwickeln. Mit jedem Erfolg wächst das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.
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