Daniel Tyrkas war Olympionike im Snowboardfahren und ist aktuell unter den Top 10 der Weltrangliste. Er liebt es mit dem Gleitschirm vogelähnlich zu fliegen. Im Interview erzählt Daniel von seiner Entwicklung, den Athlete Attitudes und was seiner Meinung nach notwendig ist, ein sicherer Pilot zu sein.
Ich wünsche dir viel Spaß mit dem Interview!
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Kontakt zu Daniel Tyrkas:
Webseite von Daniel Tyrkas: https://dt-c.info/
Instagram von Daniel Tyrkas: https://www.instagram.com/danieltyrkas/
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Erkenntnisse aus sportpsychologischer Sicht:
Das Interview mit Daniel bietet viele interessante Erkenntnisse über Motivation, Mindset, mentale Vorbereitung und Sicherheitsaspekte im Extremsport Gleitschirmfliegen.
Vorausschauendes Fliegen
Besonders hervorzuheben ist das Vorausschauende Fliegen, um Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen. Diese Fähigkeit von Daniel konnte ich am vergangen Wochenende Live mit erleben. Während einige weiterflogen obwohl sich eine große Abschattung ausbreitete, schaffte er es die Bremse reinzulegen und in der Luft einzuparken, bis sich wieder ein Sonnenloch auftat und er sicher weiterfliegen konnte. Daraufhin gewann er den Task und am Ende auch den Wettbewerb.
Athlete Attitudes
Daniel berichtete immer wieder von der Athlete Attitude, also der Einstellung und Herangesehensweise aus dem Leistungssport. Er berichtete, dass es ihm nie darum ging in der Weltrangliste ganz vorne zu sein, sondern immer darum sich zu verbessern. Er möchte einfach immer besser werden. Dabei achtet er auf seine innere Einstellung, seine Ausrüstung und sein strategisches Training. Er analysiert wo er Defizite hat und was er noch verbessern kann.
Fairer Umgang mit sich selbst
Wichtig dabei finde ich, die Aussage „fair mit sich umzugehen“. Es geht dabei darum sich selbst gegenüber respektvoll, ehrlich und realistisch zu bleiben.
Also:
Selbstakzeptanz: Eigene Fehler und Schwächen anerkennen, ohne sich hart zu verurteilen.
Realistische Zielsetzung: Sich Ziele setzen, die erreichbar sind, um Überforderung zu vermeiden.
Geduld mit sich selbst: Änderungen und Verbesserungen brauchen Zeit; man sollte sich nicht entmutigen lassen, wenn Fortschritte langsam sind.
Selbstreflexion: Kritisch, aber konstruktiv das eigene Verhalten und die eigenen Strategien hinterfragen.
Gesundheit und Wohlbefinden berücksichtigen: Auf ausreichend Pausen, Erholung und eine gute Balance zwischen Fliegen, Arbeit und Privatleben achten.
Visualisierung
Daniel hat auch über Visualisierungstechniken gesprochen. Diese sind besonders hilfreich, wenn es darum geht, ein neues Flugmanöver zu trainieren oder sich auf unterschiedlichste Situationen vorzubereiten. Bei Visualisierungen geht es darum, verschiedene Situationen durch mentale Probehandlungen zu üben. Durch das Simulieren von Abläufen oder das Durchspielen von Szenarien können Handlungsoptionen erprobt und mögliche Reaktionen besser eingeschätzt werden. So lassen sich komplexe Situationen verständlicher machen und gezielt vorbereiten. Visualisierungen dienen dabei als Hilfsmittel, um das Verhalten in unterschiedlichen Kontexten zunächst mental zu trainieren und die eigene Handlungssicherheit zu erhöhen. Wenn wir später tatsächlich in eine mental visualisierte Situation geraten, ist unser Stresslevel meist deutlich niedriger als ohne vorheriges mentales Training, da wir die Situation bereits kennen. Wir wissen, was zu tun ist, und können, sofern der Handlungsplan fest verankert wurde, diesen gezielt „abarbeiten“. Genau so hat Daniel es auch beschrieben, als er im Sicherheitstraining schließlich doch die Rettung werfen musste.
Gut ist natürlich, wenn wir das zunächst mental trainierte, auch mal in Realität üben. So bekommen wir Gewissheit, dass der Ablauf funktioniert. Voraussetzung für ein gutes Visualisierungstraining ist, dass das Ziel klar ist. Es muss genau bekannt sein, was visualisiert werden soll und was damit erreicht werden soll. Hilfreich ist Eigenerfahrung in dem zu visualisierenden Bereich. Wer noch nie Gleitschirm geflogen ist, wird sich schwer tun, das nachempfinden zu können. Eine ruhige Umgebung hilft die Aufmerksamkeit zu stärken, so dass wir uns die Situationen lebhaft vorstellen können. Wer mit Visualisierungen arbeiten möchte sollte mindestens eine offene Haltung für mentales Training haben. Wie jedes Training ist auch beim Visualisierungstraining die Wiederholung entscheidend. Je öfter wir uns bestimmte Abläufe, Situationen vorgestellt haben, desto schneller und effektiver können diese abgerufen werden und die Handlungssicherheit erhöhen. Nach der Visualisierung sollte das Erlebte bewertet werden. Idealerweise werden die mental trainierten Situationen real geübt. Dann sollte bewertet werden ob es genau so funktioniert hat, ob Anpassungen notwendig sind oder auch nicht. Die Visualisierung kann dann ggf. angepasst werden.
Sozialer Aspekt
Den Sozialen Aspekt des Gleitschirmfliegen hat Daniel ebenfalls hervorgehoben. Beim Wettbewerbsfliegen trifft er auf Freunde und auch lange Streckenflüge machen ihm mehr Spaß, wenn andere Dabei sind.
Parallelen zur Businesswelt
Daniels Erfahrung zeigt Parallelen zwischen Leistungssport und Führungsarbeit im Business, insbesondere hinsichtlich Zielsetzung und Entwicklung von Fähigkeiten. Diese Erfahrung lässt er nun in seine eigene Beratungsarbeit mit einfließen.
In diesem Online-Kurs lernst du, deine mentalen Blockaden zu überwinden und individuelle Ziele zu entwickeln, die dir helfen, deine Flugleistungen zu optimieren.


