Mit Lebensfreude Grenzen überfliegen...

Dienstag, 31 Mai 2022 12:05

Interview mit Christian Schugg - "Einfach mal fliegen"

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Christian Schugg Christian Schugg Christian Schugg

Christian Schugg fliegt erst seit 2018 Gleitschirm. Dennoch hat er in diesem Jahr sein erstes Bordairrace gewonnen, wurde bei der Spießer-Trophy zweiter und ist schon einige Flüge über 200 km geflogen.

Im Gespräch mit ihm wollte ich erfahren wie er in so kurzer Zeit so gut geworden ist.

 Hör dir das Interview als Podcast an:

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Viele Hike & Fly Touren

Im Interview erfuhr ich, dass Christian Schugg eine Leidenschaft für das Gleitschirmfliegen entwickelt hat. Über einen Freund, mit dem er viel in den Bergen unterwegs war, kam er zum Gleitschirmfliegen. Nach gemeinsamen Wanderungen auf das Nebelhorn flog sein Freund und er sei wieder ins Tal gewandert. Irgendwann entschied sich Christian dafür, selbst den Gleitschirmschein zu machen. Gemeinsam haben sie das Fliegen dann für sich entwickelt. Inzwischen habe er seinen Freund in fliegerischen Belangen überholt. Er fliege im Jahr über 200 Stunden und sicher über 200 Flüge. Dabei sind natürlich auch viele Abgleiter. Seine Fitness habe er hauptsächlich aus vielen abendlichen Hike & Fly Flügen, nicht nur auf den Mittag sondern auch von Bergtouren mit Bergen von 1000 m Höhe und mehr. Akrobatik sei er bisher nicht geflogen.

Seine grundlegende körperliche Fitness hat er bereits aus der Kindheit, durch Bergtouren und Radtouren. Er laufe auf jeden Berg selbst hoch, auch mit der "schweren" Ausrüstung.

Woher die Motivation für Hike & Fly Wettbewerbe?

Über Maurice Koller und die Ostrachtaler Gleitschirmflieger kam er zu den Hike & Fly Wettbewerben.

Beim Bordairrace wurde er von seiner Familie supported. Das war eine super Unterstützung, gerade seine Schwester sei noch fitter als er und so war das ein schöner Familienausflug.

Hilft Musik dabei sich auf das Laufen zu konzentrieren?

Während langer Läufe höre er wenig Musik oder Podcasts, doch beim Boradairrace als er 158 km gelaufen ist, hörte er sich einen Podcast über das "Race accross America" an. So kam ihm seine eigene Strecke nicht mehr ganz so weit vor ;-)

Was macht das Gleitschirmfliegen zur Leidenschaft?

Das Schöne beim Gleitschirmfliegen ist für ihn das Gesamtpaket, vom Aufstiegserlebnis bis hin zum Flug. Außerdem sei es faszinierend, dass jeder Flug anders ist. Dinge, die an einem Tag einfach sind, sind am nächsten Tag schwer.

Was für ein Sportler möchte Christian Schugg sein?

Wichtig für ihn ist, als "Hobbysportler", fair zu sein, seinen Müll wieder mitzunehmen und auf Steinböcke zu achten, um sie nicht davon zu jagen. Da fliege er lieber mal einen Bogen außen herum. Auch beim Landen sei es ihm wichtig, nicht im hohen Gras zu landen, sondern eher im Feldweg oder auf der Straße.

Inspiration für Flüge

Der DHV-XC habe ihn inspiriert. Die Flüge von Robert Blum oder Andreas Egger haben ihn inspiriert. Er informiere sich über die verschiedenen Wetterseiten und dann gehe er einfach fliegen, um auszuprobieren, was gehe.

"Der Austausch mit anderen machte richtig Spaß. Mit Maurice Koller und Michael Lacher gemeinsam bei der Spießer Trophy zu fliegen, machte Spaß und im Nachhinein können wir uns austauschen und darüber diskutieren, warum etwas funktioniert hat oder auch nicht", erzählt Christian.

In diesem Jahr machte er mit Maurice einen Flug. Er hatte 10 m/sek. Steigen und Maurice danach nicht mal mehr 2 - 3 m/sek. "Danach konnten wir uns austauschen und diskutieren, warum das so war", berichtet Christian.

Wirklich negative Erlebnisse habe er bisher noch nicht gehabt, außer dass er mal versucht hatte aus einem flachen Kessel herauszufliegen. Er sank stärker als gedacht, daher schaffte er es nicht rechtzeitig aus seinem Beinsack herauszukommen. Die Folge waren ein paar überdehnte Bänder.



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Was kann vom Fliegen für das restliche Leben gelernt werden?

Vom Fliegen hat er auch für andere Lebensbereichen gelernt durchzuhalten und einen Plan durchzuführen. Vielleicht hatte er diese Einstellung auch schon vor dem Fliegen. Allerdings sei es wichtig im "normalen" Leben, aber auch beim Fliegen durchzuhalten und seinen Plan zu verfolgen. Wenn es mal schwierig sei und sich sein "Schweinehund" melde, fokussiere er sich auf sein Ziel und bleibe dran. Wenn es dann wieder einfacher wird, sei seine Motivation gleich wieder da. Er nutzt andere Piloten oder Vögel als "Zugpferde".

Weitere Ziele für Christian Schugg

In diesem Jahr fokussiert er sich auf die Bordairraces und möchte gerne mal ein 300 km Dreieck vom Nebelhorn probieren. Daneben möchte er gerne noch viele weitere schöne XC-Flüge erleben. Vielleicht lässt er sich in Zukunft auch mal bei dem ein oder anderen Wettbewerb sehen...

Ich drücke Christian jedenfalls die Daumen für seine Vorhaben und wünsche ihm viel Aufwind in allen Lebensbereichen.

Liebe Grüße

Yvonne

 

PS: Auf Instagram kannst du Christian hier folgen: https://www.instagram.com/christian.schugg/

 

 

Gelesen 2351 mal Letzte Änderung am Montag, 27 Juni 2022 18:09
Yvonne Dathe

Psychologin (M.Sc.) • Dipl. Betriebswirtin • Gleitschirm-Fluglehrerin

Seit 1994 fliegt Yvonne leidenschaftlich mit dem Gleitschirm. Sie schreibt über das Fliegen, das ACTive Leben und bietet psychologische Beratung an: Mentales Training • Stressige Situationen und Krisen meistern. Ihr Motto ist "Mit Lebensfreude Grenzen überfliegen!"

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