Mit Lebensfreude Grenzen überfliegen...

Dienstag, 08 Juni 2021 15:46

6 Mythen über Achtsamkeit

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Videokonferenz Videokonferenz Chris Montgomery - unsplash

„Achtsamkeit ist nichts für mich!“ - In dieser Aussage spiegelt sich eine falsche Vorstellung über die Achtsamkeit wider. Es gibt eine Vielzahl von Mythen. Leider führen diese Mythen dazu, dass viele die Achtsamkeit nicht einmal ausprobieren, was sehr schade ist, denn dadurch entgeht ihnen eine wertvolle Möglichkeit ihr Leben zu bereichern und weiterzuentwickeln.

Auf 6 Mythen der Achtsamkeit gehe ich in diesem Beitrag ein.

 

 

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#1 Achtsamkeit ist Meditation

Häufig wird Achtsamkeit mit Meditation gleichgesetzt. Doch das ist falsch.

 

Meditation kann ein Teil der Achtsamkeitspraxis sein. Doch auch ohne Mediation kann ich Achtsamkeit ausführen.

 

Es gibt so viele Wege, in denen ich Achtsamkeit praktizieren kann. Beim Essen, Gehen, Sport, Kunst, Musizieren und sogar beim Haushalt.

 

Achtsamkeit selbst ist eine innere Haltung, mit der wir Erfahrungen begegnen. Sie ist das Wahrnehmen dessen, was im Augenblick in uns selbst und im außen passiert..

 

Dafür brauchst du keine Meditation.

 

Mit Achtsamkeit wird die Realität wahrgenommen, so wie sie ist.

 

Wir nehmen sie an und öffnen uns der Welt. Meditation lehrt unseren Geist, bei einer Sache zu bleiben – also Wahrnehmung zu üben.

 

Meditation kann somit ein Werkzeug sein, um unsere Achtsamkeit im Alltag zu trainieren.

 

#2 Achtsamkeit kommt aus dem Buddhismus

Jon Kabat Zinn hat mit dem Mindfullness Based Stress Reducion (MBSR), die buddhistische Tradition zur Stressreduktion in den Westen gebracht.

 

Allerdings ist Achtsamkeit weit mehr und findet sich in allen Religionen der Welt und auch außerhalb von Religionen.

 

Im Westen hat die Achtsamkeit ihre Wurzeln in der Lebensreformbewegung. Losgelöst von religiösen Ideen. Es ging hier eher um die Auseinandersetzung mit einem achtsamen Leben an sich.

 

#3 Achtsamkeit ist eine Entspannungstechnik

Entspannung ist häufig ein Nebeneffekt der Achtsamkeit, aber nicht die Hauptabsicht. Bei Achtsamkeit geht es, um das bewusste und wache wahrnehmen von Situationen, auch herausfordernden Situationen.

 

Es geht darum die Situation so anzunehmen, wie sie ist – nicht sie gut heißen, aber akzeptieren und in Kontakt treten. Dabei folgen wir mit einer offenen und neugierigen Haltung allem, was da ist. Manche nennen, diese Haltung den Anfängergeist.

 

Die Aufmerksamkeit kann flexibel auf verschiedene Bereiche gelenkt werden. Das beobachtende Ich kann die Aufmerksamkeit auf verschiedene Bereiche lenken. Mal auf die Gedanken, die Gefühle oder Bereiche im Außen.

 

Dadurch kann sich der eigenen Entscheidungs- und Handlungsspielraum erweitern. Es werden neue Möglichkeiten entdeckt und wir können aus dem „Autopilotmodus“ aussteigen.

 

Wichtig ist eine warme, liebevolle Aufmerksamkeit zu bewahren, sich selbst und anderen gegenüber. Es geht um Mitgefühl für andere und das Mitgefühl für sich selbst.

 

Achtsamkeit ist, als würdest du in einem dunklen Raum eine Taschenlampe einschalten. Dort wo der Lichtkegel hinscheint, wird der Raum erleuchtet und du kannst sehen was da ist.

 

Damit ist klar, dass Achtsamkeit alles andere als eine Entspannungstechnik ist, auch wenn dies häufig ein schöner Nebeneffekt ist.

 

#4 Mit Achtsamkeit kann meine Gedanken kontrollieren

Manche versuchen während der Achtsamkeitsmeditation keine Gedanken zu haben. Das ist aus meiner Sicht zum Scheitern verurteilt. Gedanken kommen und gehen.

 

Wir können nicht nicht denken!

 

Achtsamkeit hat auch nichts mit positiven Denken zu tun. Es geht nicht darum Gedanken zu verändern oder vermeiden zu wollen.

 

Vielmehr geht es darum, die Gedanken achtsam wahrzunehmen. Sie zu beobachten, wie sie auftauchen, sich verändern und wieder verschwinden.

 

So wirst du dir bewusst, welche Gedanken du hast. In dem du wahrnimmst, dass du Gedanken hast und sie beobachtest, löst du dich von ihnen. Du bemerkst, dass du nicht mit den Gedanken verschmolzen bist, sondern dass du lediglich Gedanken hast. Und dass sie keinen Einfluss auf dich haben, so lange du ihnen nicht folgst. Gedanken sind einfach nur Worte und Bilder in deinem Kopf, die auftauchen und auch wieder verschwinden. Sind die Gedanken hilfreich für dich kannst du dich aktiv mit ihnen auseinandersetzen. Sind sie wenig hilfreich für dich, kannst du sie weiterziehen lassen, wie Wolken am Horizont.

 

Deine Gedanken wirst du nicht kontrollieren können, doch du kannst entscheiden, wie du mit ihnen umgehst.

 

#5 Achtsamkeit sorgt dafür, dass es dir gut geht

Bei der Achtsamkeit geht es nicht darum sich gut oder schlecht zu fühlen. Es geht vielmehr darum alle Emotionen dasein zu lassen. Du kannst jede Emotion, jedes Gefühl akzeptieren von Freude, über Traurigkeit, Ärger, Wut oder auch Liebe.

 

In unserer Welt haben wir gelernt, dass negative Gefühle negativ zu bewerten. Deshalb wollen viele negative Emotionen vermeiden.

 

In der Achtsamkeit nimmst du die Gefühle wahr, erforschst sie und gibst ihnen den Platz den sie im Augenblick brauchen. Häufig verringern sich die Gefühle und Emotionen dann von ganz allein.

 

Wenn wir versuchen Gefühle zu verdrängen, werden sie mächtiger und kraftvoller. Wenn wir sie mit Achtsamkeit betrachten und uns für die Erfahrung öffnen, ist es leichter mit ihnen umzugehen.

 

#6 Achtsamkeit ist was für Realitätsverleugner

In der Achtsamkeit geht es weder um das leugnen der Realität noch ist es ein esoterisches Hokuspokus. Es geht darum, die Realität als das zu akzeptieren, was sie ist.

 

So bekommst du wichtige Erkenntnisse über deine Umwelt und dich selbst.

 

Es geht darum zu überprüfen, wie ist die Realität.

 

Deshalb ist Achtsamkeit für Realisten!

 


 
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Fazit: 

Achtsamkeit ist eine innere Haltung mit der du dein Leben erfüllen kannst. Sie lädt dich ein, dein Leben mit allen Hochs und Tiefs zu erleben, damit ein erfülltes Leben möglich ist.

 

Hast du bereits Erfahrungen mit Achtsamkeit gemacht, wenn ja freue mich, wenn du mich an deinen Erfahrungen teilhaben lässt. Gerne in den Kommentaren oder an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Liebe Grüße

 

Yvonne

 

Gelesen 674 mal Letzte Änderung am Freitag, 08 Oktober 2021 15:40
Yvonne Dathe

Psychologin (M.Sc.) • Dipl. Betriebswirtin • Gleitschirm-Fluglehrerin

Seit 1994 fliegt Yvonne leidenschaftlich mit dem Gleitschirm. Sie schreibt über das Fliegen, das ACTive Leben und bietet psychologische Beratung an: Mentales Training • Stressige Situationen und Krisen meistern. Ihr Motto ist "Mit Lebensfreude Grenzen überfliegen!"

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