Mit Lebensfreude Grenzen überfliegen!

Achtsamer Umgang mit Social Medias

15. Mai 2019 by 0 Comment

 

Viele Selbständige, Unternehmer und auch Sportler sind aktiv auf Social Media Kanälen unterwegs. Es macht Sinn sich zu vernetzen, Neuigkeiten untereinander auszutauschen und sich auch gegenseitig zu unterstützen. Doch so manche Social Media Aktivität ist eine der größten Ursachen für Zeitmangel. Und Zeit ist, wie wir alle wissen, eines der kostbarsten Güter überhaupt.

 

Folgen exzessiven Smartphone-Gebrauchs

Es ist erschreckend, wie viele Menschen ohne ihr Smartphone nicht mehr sein können. Bisher gibt es nur wenige Untersuchungen, wie sich das menschliche Gehirn unter dem Digtalendauerkonsum verändert. Allerdings gibt es deutliche Hinweise, dass es sich verändert. Kostadin Kushlev (2016) konnte in einem Experiment zeigen, dass die Smartphone-Nutzung zu Unaufmerksamkeit und Hyperaktivität führen kann, wenn Personen, auf alle eingehenden Nachrichten versuchen sofort zu reagieren. Hadar et al. (2017) kamen zu ähnlichen Ergebnissen. Das deutet darauf hin, dass ständige Unterbrechungen durch Smartphones zu ADHS-ähnlichen Symptomen führen kann.

 

Ständige Unterbrechungen führen dazu, dass der Alltag ständig unterbrochen wird. Tätigkeiten werden nicht zu ende geführt und müssen immer wieder neu begonnen werden. Das kostet schlussendlich viel Zeit.

 

Neurowissenschaftliche Befunde deuten darauf hin, dass sich die Gehirnstruktur verändert. Genauso, als wenn wir beispielsweise ein Musikinstrument erlernen. Sobald wir eine Tätigkeit beginnen und weiter ausführen organisiert sich unser Gehirn neu. Die Folge ist ein Umbau des Gehirns, in der Fachwelt wird hier von der Neuroplastizität des Gehirns gesprochen. Ob das im Fall der Smartphone-Nutzung nun gut oder schlecht ist, sei mal dahin gestellt.

 

Sherman et al. (2016) untersuchten die Wirkweise eines „Like“ auf das Belohnungssystem. Sie fanden heraus, dass ein „Like“ auf einen eigens veröffentlichten Beitrag das Gehirn genauso aktiviert, wie bei einem Stück Schokolade. Das legt Nahe, dass Social Medias durchaus Suchtpotenzial haben.

 

Amy Cuddy beschreibt in ihrem Buch "Dein Körper spricht für dich", dass die Körperhaltung einen enormen Einfluss auf die Stimmung hat. Wenn wir nun ständig nach unten in einer gekrümmten Haltung auf unser Smartphone blicken, dann mindert dass unsere gute Stimmung. In einem Experiment konnte Amy Cuddy genau das nachweisen. Je kleiner das Gerät, desto gekrümmter die Haltung, desto schlechter war die Stimmung der Versuchspersonen.

 

Selbstbestimmt statt fremdbestimmt

Smartphones und Social Medias sind per se nicht gut oder schlecht. Wie bei allem kommt es darauf an, wie wir die Medien nutzen.

 

Musst du wirklich immer und überall erreichbar sein? Muss ich wirklich auf jede eingehende Nachricht sofort reagieren? Eine Klientin in einem meiner Seminare meinte mal, sie müsse auf eine Chatnachricht ja sofort reagieren, da der Absender sehe, dass sie die Nachricht erhalten habe – muss das wirklich sein?

 

Ist es nicht viel mehr so, dass die Socialen Medien und neuen Apps für unser Leben da sein und nicht die Sozialen Medien unser Leben bestimmen sollten?

 

In der Achtsamkeit geht es unter anderem darum, Dinge wahrzunehmen ohne sofort darauf zu reagieren. Sich also von dem ersten Impuls frei zu machen, um mehr Handlungsspielraum zu erhalten.

 

Nur, wenn wir achtsam mit uns und den Sozialen Medien umgehen, können wir diese proaktiv für unsere Ziele und Bedürfnisse einsetzen.

 

Kompletter Verzicht?

Sich komplett aus der Sozialen Welt abzuschalten ist vermutlich ein wenig gangbarer Weg. Was ist dein Gedanke, wenn du daran denkst, dich komplett aus dieser Welt zurückzuziehen? So mancher wird wahrscheinlich das Gefühl haben etwas zu verpassen, nicht mehr up-to-date zu sein.


Soziale Medien sind ein Tool, dass wir durchaus für uns nutzen können, doch sollten wir entscheiden, wann, wie und wie häufig wir es nutzen.


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Sinnvoller Einsatz der Sozialen Medien

Zunächst stellt sich die Frage, welche Möglichkeiten und Funktionen gibt es und wie kann ich diese für mich nutzen?


Klar sollte auch sein, dass die Online-Welt nicht die Offline-Welt ist. Es ist ein Unterschied, ob ich 1000 Freunde im Internet habe oder 5 gute in der realen Welt. In der Online-Welt werden immer die schönsten Bilder, die tollsten Erlebnisse, bei sonnigstem Wetter präsentiert. Kaum einer berichtet über Pleiten, Pech und Pannen. So ist die Gefahr groß, dass „Neid“ und Missgunst entsteht, obwohl es objektiv dafür gar keinen Anlass gibt. Denn das ist nicht die „reale Welt“, es ist eine inszenierte Welt. Dessen sollten wir uns bewusst sein.

 

Frage dich: Warum nutzt du soziale Medien?

Was ist dein Grund, dass du auf diversen sozialen Medien präsent bist? Welche Ziele verfolgst du? Möchtest du dich mit deinen Freunden, Familie oder Kollegen austauschen. Oder möchtest du deinen Sponsoren etwas bieten? Oder möchtest du dich selbst präsentieren, um Kunden zu akquirieren.

 

Mach eine Social-Media-Inventur

Welche Sozialen Medien nutzt du und zu welchem Zweck? Wie viel Zeit verbringst du sinnvoll? Sei ehrlich zu dir, beobachte, ob du gezielt die sozialen Medien nutzt oder ob du irgendwelchen unbewussten Automatismen folgst. Es gibt Apps (z.B. Offtime oder Moment), die dir einen Einblick in deine digitalen Gewohnheiten geben. So bekommst du schnell einen Überblick, wie viel Zeit du tatsächlich an deinem Smartphone verbrinst und welche Apps du am meisten nutzt. Du kannst diese App auch nutzen, um deine Zugriffe einzuschränken, um so deine Gewohnheiten zu verändern.

 

Fixe Zeiten

Genauso, wie es wenig sinnvoll ist, am Morgen sich zuerst den eMail zu widmen und sich immer mal wieder über den Tag von eingehenden Mails unterbrechen zu lassen, ist es auch wenig sinnvoll sich ständig von Nachrichten auf dem Telefon unterbrechen zu lassen. Eine Lösung ist, sich fixe Zeiten zu reservieren, um sich den sozialen Medien zu widmen. Vielleicht kann es dir helfen, wenn du dir einen Timer stellt, der dich nach einer bestimmten Zeit daran erinnert, wieder in die reale Welt zurück zu kehren.

 

Verbannen aus dem Schlafzimmer

Es gibt viele Menschen, die ihr Smartphone sogar mit ins Bett nehmen. Das letzte auf das sie am Abend und das erste auf das sie am Morgen blicken ist das Smartphone. Das kann zu Schlafstörungen führen. Das blaue Licht des LED-Bildschirms bringt den Melatonin Haushalt durcheinander. Melatonin ist ein Hormon welches bei Dunkelheit in der Zirbeldrüse im Gehirn ausgeschüttet wird und dafür verantwortlich ist, dass wir müde werden. Blaues Licht, sagt unserem Organismus, dass wir „wachbleiben sollen“. Es wird weniger Melatonin ausgeschüttet und wir können schlechter einschlafen. Zwar gibt es bei den meisten Smartphones Blaulichtfilter, sorgt die Nutzung des Smartphones dafür, dass wir schlechter ein- und durchschlafen.

 

Überlege dir, wie sich dein Leben verändern würde, wenn du nicht am Morgen zuerst auf dein Handy blickst? Wenn du zuerst wirklich wach wirst, achtsam den Morgen beginnst und erst dann dich mit deinem Smartphone und den sozialen Medien auseinandersetzen würdest?

 

Wie wäre es mit einer kleinen Dankbarkeitsmediation am Morgen zum Wachwerden. Denke einfach vor dem Aufstehen an mindestens 5 Dinge für die du dankbar bist. Dann stehe auf und mach deine Morgenroutine, bevor du dich vor den Computer und das Smartphone setzt.

 

Am Abend könntest du dir 3 - 5 Dinge notieren, für die du an dem heutigen Tag dankbar bist oder die schön waren. Auf diese Weise schläfst du mit schönen Gedanken ein und verbesserst deine Schlafqualität.

 

Wie klingt das für dich?

 

Ausmisten von Feeds

Interessiert dich wirklich alles, was dir angezeigt wird? Sind da nicht vielleicht auch Dinge dabei, die dich eher stören, deine Zeit verschwenden und im schlimmsten Fall dir deine Energie entziehen? Falls ja, dann unterbinde Nachrichten von solchen Personen.

 

FAZIT:

Soziale Medien bieten wundervolle Möglichkeiten, um sich mit Kollegen, Freunden und der Familie auszutauschen. Sinnvoll genutzt sind sie eine Bereicherung für unser Leben. Doch allzu leicht lassen wir uns von den sozialen Medien völlig einnehmen und verbringen oft mehr Zeit in diese verlockenden Welt, als in der realen Welt. Grundsätzlich gibt es natürlich keine richtige oder falsche Nutzung der sozialen Medien, doch ein achtsamer, bewusster Umgang, kann dich aus einem unerwünschten zeitraubenden Automatismus retten. Achtsamkeit unterbricht unbewusst ablaufende Verhaltensmuster und schafft neue Handlungsmöglichkeiten.

 Nun wünsche ich dir eine aufwindreiche Zeit in allen Lebensbereichen!

Liebe Grüße

 

Yvonne

 

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Literatur

Cuddy, A. (2016). Dein Körper spricht für dich: Von innen wirken, überzeugen, austrahlen. Wilhelm Goldmann. München

Hadar. A., Hadas, I., Lazarovits, A., Alyagon, u., Eliraz, D & Zangen, A. (2017) Answering the missed call: Initial exploration of cognitive and electrophysiological changes associated with scmartphone use and abuse . PLoS one. Available at: https.//bit.ly/2RxDYES

Kushlev, K., Proulx, J. & Dunn, E. W. (2016). Silence your phones: Smartphone notifications increase inattentin and hyperactivity sympotms. Proceedings of the 2016 CHI Conference on Human Factors in Computing Systems (ppo. 1011-1020). Available at: https.//bit.ly/2BYUKXY

Montag, C. (2018). Von Nudging und Doppelhaken: Wie IT-Konzerne unsere Aufmerksamkeit fesseln. Wirtschaftspsychologie aktuell, 2018 (4), 27-32.

Sherman, L, Payton, A., Hernandes, L., Greenfield, P. & Dapretto, M. (2016). The power of the like in adolescence: Effekts of peer influence on neural and behavioral responses to social media. Psychological Science, 27(7), 1027-1035.

 

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Yvonne Dathe

Lösungsorientierte Beraterin mit betriebswirtschaftlichem und psychologischen Hintergrund. Gleitschirmpilotin seit 1994 und Lebensfreude-Spezialistin.

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