Mit Lebensfreude Grenzen überfliegen!

Opferst du deine Gesundheit?

09. Dezember 2016 by 0 Comment Das Leben genießen 680 Views
Geld vs. Gesundheit Geld vs. Gesundheit Alexas Fotos - pixabay

In einer Facebook-Gruppe postete ein Mitglied das Zitat von Voltaire:

"In der einen Hälfte des Lebens opfern wir unsere Gesundheit, um Geld zu erwerben, in der anderen opfern wir Geld, um die Gesundheit wiederzuerlangen."

Ich stellte mir die Frage, muss das so sein? - Ich denke nicht! Die meisten von uns haben doch die Wahl. Klar, Geldverdienen ist in unserer Gesellschaft durchaus wichtig. Doch was wäre wenn, jeder von uns die Arbeit macht, die ihm / ihr Freude bereitet und jeder sein Traumleben führt? Was wäre wenn jeder bereits in jungen Jahren auf seine Bedürfnisse, Gesundheit und sein Wohlergehen achten würde? Was wäre wenn, wir uns gemeinsam dabei unterstützen würden?

Utopie?

Wäre es dann nicht so, dass wir Spaß am Leben hätten und das Leben so richtig genießen könnten, und zwar dann, wenn es stattfindet - nämlich JETZT! - Klingt utophisch? - Ja, vielleicht. Doch ich glaube fest daran, dass es möglich ist. Als ich an der Abendschule mein Abitur machte, hörte ich Stimmen wie "ich würde auch gerne was anderes machen, aber so intelligent, konsequent oder einfach, wie du kann ich das nicht" - Wohlgemerkt damals war ich Anfang 20 und die Kommentare kamen von meinen Freunden, die ebenfalls in den 20-ern ware. Heute verrate ich dir ein Geheimnis: Es war überhaupt nicht einfach am Freitag Abend eine nette Gesellschaft zu verlassen, weil ich am nächsten Morgen Schule hatte. Übermäßig intelligent war und bin ich auch nicht. Und sonderlich konsequent war ich ebenfalls nicht. - Im Gegenteil, im Vergleich zu anderen, war ich wohl eher faul (zumindest fühlte ich mich so). Und trotzdem habe ich irgendwie das Abitur geschafft und konnte anschließend studieren. Was ich damit sagen möchte ist, alles ist möglich - auch für dich, nur du musst nur deine Komfortzone verlassen und einen neuen Weg gehen. Dafür musst du deinen Ängsten begegnen und ein, zwei oder mehr Schritte aus der vermeintlich sicheren Komfortzone treten. Vielleicht denkst du jetzt "das ist natürlich mit Anfang 20 einfacher als mit 40". Ja, das mag sein, doch nur deshalb, weil wir mit 40 schon 20 Jahre länger in der gemütlichen Komfortzone sitzen. Je länger und eingefahrener Gewohnheiten sind, desto schwieriger ist es diese zu verändern - möglich ist es trotzdem!

Manchmal ist es auch so, dass wir unseren Traumjob haben und irgendwie verändert sich mit der Zeit die eigene Einstellung oder das Ziel. Dann kann ein früherer Traumjob zur Qual werden.

Der Frosch im Kochtopf

Es heißt, wenn ein Frosch in einen Topf mit Wasser gesetzt wird und dieser langsam erhitzt wird, gewöhnt sich der Frosch an die Temperatur, wird langsam träge und bleibt im Topf bis er gar gekocht ist. Wird ein Frosch hingegen in heißes Wasser gesetzt, springt er unmittelbar wieder heraus und rettet sein Leben. Übertragen auf unser Leben bedeutet das, wir können uns an beinahe jede Situation gewöhnen, ob sie nun für uns gut oder schlecht ist. Im Autopilotmodus merken wir nicht, dass wir im innersten gerne etwas anderes tun möchten. Daher ist es wichtig, dass du immer mal wieder inne hältst, dein Leben bewusst wahrnimmst und entscheidest, ob das was du tust und lebst, auch das ist was du möchtest. Falls nicht, solltest du etwas ändern. Ganz nach dem Spruch

"Love it, change it or leave it"

"Love it" ist das Optimum, wenn du deine Tätigkeit liebst brauchst du nichts zu verändern. "Change it", wenn du merkst etwas passt nicht mehr, versuche die Tätigkeit oder dein Denken zu der Tätigkeit zu verändern. So dass du diese wieder lieben kannst. Funktioniert das nicht, dann verlasse die Tätigkeit, suche dir etwas Neues oder mach was eigenes. Hälts du dich nicht an diese einfache Regel, dann riskierst du tatsächlich deine Gesundheit - und Voltaire hat recht!

Gründe für Burnout

Der Begriff "Burnout" geht auf Freidenberger (1974) zurück. Er stellte bei klinischen Untersuchungen fest, dass gerade besonders engagierte und pflichtbewusste Helfer in Sozialberufen ein Symptom auftrat, welches sowohl durch körperliche Symptome wie Müdigkeit und Gereiztheit wie auch durch eine misstrauische und zynische Grundstimmung gegenüber Kollegen und Klienten geprägt war.  Neuere Studien zeigen, dass Burnout abhängig ist von der Arbeitsintensität, dem Tätigkeitsspielraum und dem Effort-Reward-Imbalance.

Arbeitsintensität bedeutet Burnout ist abhängig davon, wie intensiv und viel jemand arbeitet. Bei dem Tätigkeitsspielraum handelt es sich um den Raum für eigenen Entscheidungen. Grundsätzlich geht Karasek davon aus, dass bei hohen Anforderungen (z.B. viel Verantwortung, hohes Arbeitspensum), bei gleichzeitig wenig Raum für eigene Entscheidungen (z.B. äußere Kontrolle), das Risiko für Burnout und Arbeitsüberlstung steigt. Die Effort-Reward-Imbalance besagt, dass eine Person für seine Arbeit eine Gegenleistung wie Gehalt, Wertschätzung, Sicherheit und Aufstiegsmöglichkeiten erwartet. Wenn die empfundene Balance zwischen Arbeitseinsatz und Belohnung nicht ausgeglichen ist, kann dies zu Burnout führen.

Gesundheitsförderung

Nach Antonovsky (1979) ist die psychische und körperliche Gesundheit vor allem von der individuellen Ausprägung der Überzeugung beeinflusst, dass das eigene Leben und auch die eigene Umwelt (Arbeitsbedingungen, Stressoren) nachvolziehbar, vorhersehbar, handhabbar und sinnhaltig ist. Er spricht dabei von einer gesundhetsförderlichen persönlichen Grundhaltung die er als "Sense of Coherence" bezeichnet. Sie besteht aus

  • Verstehbarkeit: die Welt wird als geordnet, strukturiert, vorhersehbar und konsistent erlebt
  • Handhabbarkeit: die Anforderungen sind bewältigbar, die vorhandenen Ressourcen reichen zur Bewältigung der Aufgaben aus
  • Bedeutsamkeit: das Leben hat einen Sinn, Aufgaben und Anforderungen sind es wert dafür Einsatz und Engagement zu zeigen.
 

Wie sieht es nun bei dir aus? - Bist du wie der Frosch im Kochtopf und wartest darauf bis du gar gekocht bist oder bist du aktiv, neugierig, kansnt dein Leben handhaben, siehst einen Sinn in deinem Leben und hast Spaß daran?

Wenn du gerne etwas in deinem Leben verändern möchtest, aber noch nicht weißt wie, könnte eine lösungsorientierte Beratung Aufschluss geben - setz dich einfach mit mir in Verbindung.

Was denkst du - hat Voltair recht oder nicht? - Ich bin auf deinen Kommentar gespannt!

 

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Liebe Grüße

Yvonne

 

Weiterführende Literatur:

Karasek, Richard/Theorell, Töres (1990): Healthy Work – Stress, Productivity and the Reconstruction of Working Life. New York.

Siegrist, Johannes (2004): Soziale Determinanten von Herz-Kreislauf-Krankheiten – neue Erkenntnisse und ihre Bedeutung für die Prävention. Paderborn.

Antonovsky & Franke (1997): Salutogenese: Zur Entmystifizierung der Gesundheit. Tübingen

 

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Yvonne Dathe

Lösungsorientierte Beraterin mit betriebswirtschaftlichem und psychologischen Hintergrund. Gleitschirmpilotin seit 1994 und Lebensfreude-Spezialistin.

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