Mit Lebensfreude Grenzen überfliegen!

„Dobar Den“ aus Mazedonien!

13. August 2016 by 0 Comment Fliegen/Sport 2811 Views

Yvonne über MazedonienVom 08. - 20. August 2016 findet in Krushevo - Mazedonien die Gleitschirm-Europameisterschaft statt.

 

Hier eine Link-Übersicht:

- Seite der Europameisterschaft
- Ergebnisse
- DHV-Berichterstattung
- DHV-Video-Blog
- Blog von Ferdinand Vogel
- Blog von Andreas Malecki (Pepe)

 

 

Task 9 - 19. August: Team Deutschland holt die Silbermedaille

Start in Krushevo (Bild: Ewa Korneluk-Guzy)Der letzte Flugtag der Europameisterschaft in Mazedonien begann mit blauem Himmel. Zum Abschluss präsentierten die Tasksetter uns eine 95 km weite Aufgabe als Dreiecks-Kurs im Tal. Große Zylinder liesen viele Variationen zu. Martin Petz aus dem Deutschen Team hat gleich die Idee den Start auf der anderen Talseite zu nehmen. Das bedeutete ca. 12 km über das Flachland in einer Stunde bis zur Öffnung des Starts zu fliegen.

Zufrieden im Ziel Nach dem Start vom Hang drehte er auf und machte sich gleich auf den Weg. Einige andere Piloten folgten ihm. Ich fand die Idee gut, hatte aber nach dem Start etwas Probleme an die Basis zu kommen. So flog ich etwas verzögert los und schaffte es zur Startzeit gerade einmal bis zur Mitte des Tals. Ein großer Pulk hatte sich um mich versammelt, was auch ganz gut war. Zur Öffnung des Zylinders machten sich zwei Pulks auf den Weg. Einer in Talmitte und ein weiterer auf der östlichen vom Startplatz gegenüberliegenden Talseite. Die am Hang kamen etwas flotter nach Süden voran, doch auch im Tal ging es gut, so dass nach der südlichen Wende die meisten wieder zusammen waren. Charles Cazaux flog bis zur Wende alleine in Talmitte voraus und erwischte eine geniale Linie. Über den östlichen Hängen ging es zurück zur östlichen Wende. Die Wolken quollen immer mehr auf und in einem östlich gelegenen Tal regnete es auch schon. Die schnellen Piloten kamen gut voran und konnten nach knapp zwei einhalb Stunden das Ziel bei Krushevo erreichen. Bei mir lief es gut, bis ich kurz vor der östlichen Wende auf einmal im Wind stand. Eine dieser großen Wolken löste sich auf und stieß dabei einen kräftigen Wind vom Hang her aus. Mich und einige weitere Piloten wusch es einfach mit 4-5 m/s nach unten. So dass ich leider landen musste. Primoz Susa (SVN) gewann vor Ulrich Prinz (GER) und Julien Wirtz (FRA).

Team Deutschland Silber (Bild: Ewa Korneluk-Guzy)Insgesamt verlief die Europameisterschaft für das Deutsche Team recht gut. In der Teamwertung belegten wir den 2. Platz nach Frankreich und vor Italien. In der Overall-Wertung wurde Honorin Hamard (FRA) Europameister 2016 vor Joachim Oberhauser (ITA) und Xevi Bonet (ESP). Bester Deutscher wurde Ulrich Prinz auf Platz 9, Torsten Siegel landete auf Platz 12, Jens Kierdorf auf 16 und Ferdinand Vogel auf 18. Somit also vier Deutsche Piloten unter den Top 20. Neue Europameisterin ist Seiko Fukuoka-Naville (FRA) vor Laurie Genovese (FRA) und Klaudia Bulgakow (POL). Ich landete bei den Damen auf Platz 9.

 

Flymovies-Video zum letzten Tag und der Siegerehrung:

Task 8 - 18. August: Gute Bedingungen im Tal

Task 8 FlachlandBereits am Morgen quollen die Wolken ziemlich über den Bergen auf. Die Organisatoren waren sich sicher eine sichere 70 km weite Aufgabe fliegen zu können. Sie sollten recht behalten. Nach einem großen Startzylinder ging es gleich über das Tal nach Osten. Bereits im Tal standen einige gute Thermiken. Dieses Mal erwischte ich den Start sehr gut und schwamm mit den andern gut mit. In jeder Thermik machte ich einige Kreise, so dass ich sicher auf der anderen Talseit ankam. An der ersten Ridge fand ich einen guten Bart, daher drehte ich einige Kreise. Die ersten flogen weiter zur Wende und kamen dann zurück zu meinem Bart. Als ich etwas Höhe gemacht hatte nahm ich ebenfalls die Wende und setzte mich auf die anderen drauf. Die nächste Thermik war eng und stark. Dementsprechend eng ging es dann auch im Pulk zu. Ich entschloss mich am Rand zu bleiben, was leider dazu führte, dass der Pulk schneller stieg und ich langsamer nach oben kam. Ab jetzt wurde ziemlich schnell geflogen. Nur noch die starken Thermiken mitnehmen und schnell weiter. Ich versuchte dran zu bleiben, doch so ganz gelang es mir nicht. Von der östlichen Wende ging es über das Flachland und einigen Hügeln nach Süden. Hier kamen einige recht tief. Auch ich hatte nach der Wende nur noch etwa 400 m Luft unterm Hintern. An den in Talmitte gelegenen Hügeln ging es aber zuverlässig wieder nach oben. Nun mussten wir noch eine Wende südlich von Prilep auf der Ostseite des Tals nehmen und dann ins Ziel fliegen. Als ich an der Wende eine Gleitzahl 8 ins Ziel angezeigt bekam flog ich los in den Endanflug. Ein anderer Pilot flog gefühlte 500 m unter mir los. Auf dem Weg ins Ziel fand er eine geniale Linie und konnte über dem Ziel sogar noch abspiralen. Bei mir sah es etwas anders aus. Ich kam immer wieder ins absinkende Luft und musste sogar 1 km vor der End-of-Speed noch einmal zwei Kreise fliegen, um die notwendige Höhe ins Ziel zu bekommen. Ganz knapp überlog ich die Ziellinie und landete kurz danach. Der Task machte Spaß und ich freue mich auf eine weitere schöne letzte Aufgabe in Mazedonien. Als wir nach Krushevo zurück fuhren kamen die ersten Regenschauer nieder. Das Timing der Organisation war also perfekt.

Task 7 - 17. August: Viel Wind, aber gute Thermik

 

Task 6 – 16. August: Hohe Basis

taks6Bessere Bedingungen als die Vortage waren vorhergesagt. So wurde eine 115 km weite Aufgabe ausgeschrieben. Gleich nach dem Start kamen die meisten Piloten schnell hoch. Ich selbst erwischte eine schlechte Phase und dachte schon ich müsste landen. Von sehr tief bastelte ich mich langsam wieder nach oben. Bis der Startzylinder öffnete schaffte ich es wieder über den Startplatz zu kommen. Der Pulk war währenddessen an der Basis auf über 3.000 m – also rund 1.500 m höher als ich.

 

Der Ridge entlang nach Süden nahm ich jede Thermik mit und konnte zwei Täler weiter, einige Gleitschirme einholen. Nun war ich wenigstens nicht mehr allein, mit dabei war auch Annalena. Gemeinsam nahmen wir dann die erste Wende im Süden und flogen wieder ein Tal zurück nach Norden. Am Berggrat stand ein genialer 4m Bart, der mich erstmals auch auf 3.000 m brachte. Mit dieser Höhe konnten wir, meine Mitstreiter und ich, bequem die Talquerung in Richtung Prilep angehen. Der Führungspulk war nicht mehr zu sehen. Auf der anderen Talseite fanden wir wieder guten Thermikanschluss und flogen an den Berghängen auf Prilep zu. Hier konnten wir nochmals auf 3.300 m aufdrehen. Als ich in Richtung Ziel sah, bemerkte ich die ersten Piloten im Zieleinflug. Ich selbst hatte noch 38 km vor mir. Mit den anderen flog ich weiter nach Norden immer an den Hügeln entlang. Es trug zeitweise ganz gut, aber ab und zu gab es auch großräumige absinken. Nach der Wende fanden wir noch eine sanfte Thermik im Tal. Diese drehten wir aus bis Gleitzahl 10 auf meinem Instrument auftauchte. Nun ging es in das finale gleiten. Zusammen mit 4 – 5 anderen Piloten glitten wir auf das Ziel zu. Ich achtete auf die Gleitzahl und versuchte das beste gleiten zu finden. Immer wieder ging die Gleitzahl mal nach unten und dann aber auch wieder nach oben. Am Ende sollte es für mich und einen anderen gerade so reichen. Überglücklich überflogen wir die Ziellinie. Für die anderen aus unserer Gruppe hat es leider nicht mehr gereicht.

 

Gewonnen hat heute Felix Rodriguez (ESP) vor Yassen Savov (BGR) und Martin Jovanoski (MKD). Ulrich Prinz landete auf Platz 6 und Torsten Siegel auf Platz 7 – was für die Teamwertung sehr gut ist. Bei den Damen gewann Klaudio Bulgakow (POL) vor Seiko Fukuoka (FRA) und Silvia Buzzi Ferraris (ITA)

 

Task 5 – Montag, 15. August: Schwache Bedingungen

Briefing„Noch schwächere Bedingungen als die Tage zuvor“ hieß es beim Briefing. Einige Piloten glaubten kaum, dass dies möglich ist. Doch der Wetterbericht sollte recht behalten. Eine Inversionsschicht auf Startplatzhöhe, machte es schwer am Start hoch zu kommen. Für die ausgeschriebenen 82 km schwere Bedingungen. So waren die Piloten auch recht zögerlich, als das Startfenster geöffnet wurde. Erst als die Winddummies aufdrehten, wurde es etwas lebendiger am Startplatz. Ich war eine der frühen Starter und konnte mir in Ruhe eine Warteposition suchen, um mich für die Öffnung des Rennens gut zu positionieren.

 

Dorf KanatlarciJe näher die Startzeit rückte desto besser wurden die Bedingungen. Zur ersten Wende flog ich wieder direkt, was sich als guter Weg herausstellte. Immer wieder gab es Bärte die mich nach oben brachten. An der Wende im Norden hatte ich auch gleich eine Thermik, doch irgendwie stellte ich mich heute an, wie der letzte Anfänger. Alle, aber wirklich alle stiegen an mir vorbei. Zum Schluss flogen alle hoch weiter, während ich immer noch am kreisen war und versuchte an die Höhe der anderen heran zu kommen. Als ich endlich oben angekommen war, sah ich den Pulk schon weit voraus. Ich flog mit ein paar Nachzüglern hinterher. Immer wieder kamen wir tief und mussten uns wieder hinauf basteln. In Prilep stieg ich unten in die Thermik ein, während der Pulk oben schon wieder weiter flog. Ich blieb geduldig und erst bei über 2.000 m flog ich weiter. An den Hügeln im Süden von Prilep hatte ich noch einmal eine Thermik. Diese lies aber irgendwann nach und vor mir sah ich einige Piloten aufploppen. Ich flog zu ihnen und fand leider nichts. Kurz vor der Landung spürte ich nochmals einen Heber und hoffte doch noch eindrehen zu können. Doch dann war die Blase auch schon wieder weg. Ich landete in der Nähe eines Dorfes knapp vor der letzten Wende.

 

Die anderen aus dem Deutschen Team machten es besser. Die Ergebnisse sind noch nicht draußen, aber so wie es aussieht wurde Ulli sechster und Ferdinand 13, was für die Teamwertung sehr gut ist.

 

StartvorbereitungenTask 4 – Sonntag, 14. August: Flug über die Berge

Die Tasksetter waren heute der Meinung wir seien in den letzten Tagen genug im Flachland geflogen. Daher schrieben sie eine außergewöhnliche Aufgabe aus. Zunächst ging es in den Norden und danach rund 50 km über die Berge nach Süden. Anschließend ging es nach Osten in das Ziel von Gestern.

 

Positionieren Schöne Startbedingungen liesen einen zügigen Start zu. In der Luft versammelten sich alle Piloten über Krushevo, um auf den Beginn des Rennens zu warten. Einige Minuten vor Startöffnung fand ich großflächiges Sinken und verlor meine mühseelig aufgebaute Höhe. Zum Glück ging es den anderen ähnlich,. Pünktlich kam dann doch noch eine Thermik und versetzte mich in eine einiger Maßen gute Position. Auf dem Weg nach Norden ging es über die nördlichen Hügel entlang. Auf halben Weg stand ein guter Bart, den ich mit einigen anderen ausdrehte, während der Führungspulk weiter flog. Nach der Wende ging es wieder zurück. Der Pulk flog den Kessel aus. Ich mit ein paar anderen Piloten flogen die direkte Route zurück nach Krushevo. Der Weg erwies sich als gut, denn wir holten die Gruppe wieder ein und konnten vor dem Startplatz wieder aufdrehen.

 

Flug nach NordenAls wir gut Höhe hatten ging es nach hinten in die Berge. Das Feld teilte sich in drei Gruppen auf. Die meisten flogen am westlichen Grat, einige in der Talmitte und ich mit einigen auf der östlichen Talseite. Es ging gut voran, bis ich an einen Berggrat kam, über dem einige Piloten aufdrehten. Vor mir klappten zwei Schirme auf meiner Höhe direkt am Grat. Als ich das sah, drehte ich ab und versuchte an einer anderen Stelle des Hügels wieder hoch zu kommen. Leider gelang mir das nicht. Der Weg wäre über den Grat gegangen. Ich landete am Fuße des Hügels.

 

Ferdinand Vogel und Torsten Siegel aus dem Deutschen Team machten es deutlich besser. Sie flogen als Erster und Zweiter über die Ziellinie. Nach Auswertung der Leadingpoints gewann wieder Honorin Hamad (FRA). Bei den Frauen gewann Laurie Genovese (FRA)

 

Task 3 - Samstag, 12. August: Kalt war´s!

Taskbesprechung im TeamUngewöhnlich kalt war es heute morgen. Nach dem gestrigen wetterbedingten freien Tag, ging es heute wieder pünktlich um zehn an den Startplatz. Der Wind blies immer noch kräftig aus Nord-Ost. Zeitweise zweifelte ich, ob wir heute wirklich fliegen würden, denn die Bäume rauschten immer mal wieder ordentlich. Doch die Bedingungen wurden besser und so konnten die Tasksetter ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Eine interessante Aufgabe wurde uns präsentiert. Es gab einen Wendepunkt der immer wieder mit unterschiedlichen Radien angeflogen werden musste. Erst mit 60 km als Startzylinder, dann mit 42 km, wieder mit 52 km, noch einmal mit 42 km, dann nochmals mit 52 km und schlussendlich noch einmal mit 42 km und dann nach Süden in Ziel an der griechischen Grenze. Einige Piloten waren sich nicht sicher, ob ihre Instrumente das mitmachen würden. Aber so weit ich weiß, klappte die Eingabe der Aufgabe bei allen.

BlauthermikDie aufkommende Thermik und der Wind sorgten heute für böige Startbedingungen. Ich erwischte eine gute Phase und konnte sicher und ruhig starten. Auf 2.200 m bestätigten sich die prognostizierten 5° auf 2.000 m Höhe. Es war sch... kalt. Die Thermiken waren kräftig, aber nicht sehr zuverlässig. Immer wieder ging es nach oben oder nach unten. Die Thermiken waren da und dann plötzlich wieder weg. Blauthermik machte es zusätzlich spannend. Mir fiel es schwer oben zu bleiben. Immer wieder fand ich mich tief über dem Flachland und suchte nach dem nächsten Aufwind. Auch in der Thermik wurde ich mal ausgedreht, ein anderes Mal konnte ich andere ausdrehen. Es war beinahe wie Jojo-fliegen. Als ich endlich eine Thermik mit 3,5 - 4 m fand drehte diese bis zur Basis aus. Mit der neugewonnenen Höhe konnte ich wieder etwas aufschließen.

GelandetAls ich das letzte Mal den Zylinder mit 52 km nahm verlor ich die Thermik und konnte nicht ganz bis nach oben aufdrehen. Ich flog über das Flachland und hielt Ausschau nach Anzeichen für aufsteigende Luft. Über einer Ortschaft fing ein Gleitschirm an zu drehen. Ich gesellte mich zu ihm, aber der Bart versetzte bodenparallel nach Süden. Ich drehte und drehte und drehte. Konnte eine ganze Weile die Höhe halten, aber kam auch nicht hoch. Als ich einen Vogel unter mir kreisen sah versuchte ich meine Kreise über ihn zu versetzten. Auch hier ging es nicht hoch nur parallel zum Boden weiter nach Süden. Irgendwann verlor ich auch immer mehr an Höhe und musste auf einer Wiese landen, auf der bereits Jens Kierdorf stand.

Leckere Melone Gemeinsam packten wir ein und machten uns auf dem Weg zur Straße. Ein paar Frauen, die auf den Feldern Tabak ernteten fragten wir nach dem Weg. Sie luden uns ein mit ihnen Melone zu essen. Dankend nahmen wir die Einladung an. Nach einem anstrengenden Flug schmecken die saftigen Stücke noch besser.

Birgit sammelte uns an der Straße ein. Im Auto erfuhren wir, dass lediglich Ulli und Ferdinand aus dem Deutschen Team das Ziel erreichten. Gewonnen hat heute Marco Busetta (ITA) vor Honorin Hamard (FRA) und Tilen Ceglar (SVN). Bei den Damen gewann Seiko Fukuoka-Naville (FRA) vor Klaudio Bulgakowa (POL) und Laurie Genovese (FRA).

WeststartplatzTask 2 - Donnerstag, 11. August:

Heute gab es eine rund 77 km weite Aufgabe in der nördlichen Hälfte des Tals. Zunächst sollte es an die nördlich gelegenen Hügel gehen, dann etwa 30 km nach Süden, von dort aus zurück an den Startplatz bei Krushevo und dann ins Ziel in Talmitte (zwischen Prilep und Krushevo). Goran - der Meetdirector - erwartete ein schnelles Rennen mit kräftiger Thermik und gelegentlichen Abschattungen.

Kruschevo von obenDer Wind kam heute aus West, so dass wir erstmalig den Weststartplatz nutzten. Die ersten Freiflieger erwischten keine Thermik und mussten landen. Das machte uns / mir nicht wirklich mut. Auch die erste Wettbewerbspiloten taten sich zu Beginn schwer. Doch irgendwie kamen am Ende alle hoch. Das Startprozedere dauerte lange, da der Startplatz doch etwas kleiner als der Oststartplatz ist. Wir mussten in einer Schlange warten, bis wir auf den Startplatz gelassen wurden. Bei den sommerlichen Temperaturen und der ganzen Ausrüstung kam ich ganz schön ins Schwitzen. Als es dann nach dem Start an die Basis aufdrehte wurde es erst einmal etwas frisch.

Anflug auf die erste WendeAls um 13:00 Uhr der Task startete ging es schnell an den Wolken entlang nach Norden. Nach der ersten Wende ging es über das Flachland nach Süden. Immer wieder musste ich von realtiv niedriger Höhe wieder aufdrehen. Die Thermiken waren heute stärker als am Tag zuvor, so kam das Feld schnell voran. Irgendwann verlor ich den Anschluss an den Führungspulk, und war mit einer kleineren Gruppe unterwegs. An der südlichen Wende musste ich mich nochmals von tief unten hochbasteln. Als ich die Basis erreichte flog ich zügig zurück zum Startplatz. Eine Thermik kurz vor der Wende nahm ich noch mit, um sicher das Ziel zu erreichen. Mit Rückenwind ging es dann flott ins Ziel.

Wolkenstraße über MazedonienAm Landeplatz nahm der Wind kräftig zu, so dass ich praktisch stehend landete. Im Ziel freute ich mich über diesen tollen Flug, in dem ich doch die ein oder andere knifflige Stelle löste.

Primoz Susa (SVN) kam mit 6 Minuten Vorsprung ins Ziel. Zweiter wurde Felix Rodriguez (ESP) vor Maxim Pinot (FRA). Torsten Siegel war heute mit Platz 6 bester Deutscher im Ziel. Bei den Damen setzte sich heute Seiko Fukuoka-Naville (FRA) vor Klaudia Bulgakow (POL) und Lauri Genovese (FRA) durch.

Für morgen sehen die Wetteraussichten nicht so gut aus. Es soll viel Wind haben, aber sehen wir mal wie es dann tatsächlich ist.

 

BriefingTask 1 - Mittwoch, 10. August:

Am Morgen gab es weniger Wolken als am Vortag. Bereits beim Frühstück entwickelten sich aber die ersten Wölkchen über den Bergen. So erwartete ich besseres Flugwetter als am Vortag. Der Task ging einmal an das nördliche Ende, dann das gesamte Tal durchquerend nach Süden und zurück bis in Talmitte ins Ziel. Nach dem Start zeigte sich aber schnell, dass der heutige Tag anstrengend werden würde. Gleich zu beginn war es sehr mühseelig Höhe zu machen. Ich startete etwa 40 Minuten vor Taskbeginn und benötigte die gesamte Zeit, um bis an die 700 m höhrere Wolkenbasis zu gelangen. Auf dem Weg zur ersten Wende zeigte sich ein ähnliches Bild. Es gab lediglich über den Hügeln gute Thermiken.

Startplatz2An der nördlichen Wende fiel dann die Entscheidung zurück über die Berge oder die direkte Linie quer über das Flachland. Ich entschied mich für den weiteren Weg über die Berge, da es die ganze Zeit eher zäh ging und über dem Tal keine Wolke zu sehen war. Im nachhinein stellte sich raus, dass der Weg über das Flachland der schnellere gewesen war.

Wir kämpften uns von einer Thermik zur nächsten und kamen dazwischen immer wiederFlachland recht tief. Endlich an der südlichen Wende angekommen waren meine Gruppe tief und wir hatten zu kämpfen wieder etwas an Höhe zu gewinnen. Über eine kleinen Hügelkette hoffte ich auf Thermik, die aber schon abgeschalten hatte. Rund 12 km vor dem Ziel musste ich dann den heutigen Flug beenden. Ferdinand Vogel der noch bei mir war bastelte sich wieder hoch und schaffte es immerhin bis kurz vor das Ziel.

Gewonnen hat heut Nicola Donini (ITA) vor Honorin Hamard und Semih Sayir. Andreas Malecki wurde vierter vor Ulrich Prinz auf Plazt 5. Kirsty Cameron (GBR) und Petra Slivova (CZE) landeten beide auf Platz sieben als beste Damen. Laurie Genovese (FRA) wurde dritte bei den Frauen.

Yves Video vom Tag:

 

StartplatzTrainingstask - Dienstag, 9. August:

Nach den Gewittern sah es am Morgen recht freundlich aus. Wir fuhren zum Startplatz und eine interessante Aufgabe mit zwei Querungen über das 30 km breite Tal. Die Basis lag irgendwo bei 1.800 m. Die Thermiken zogen zuverlässig. Mit anderen Worten es war ein richtig schöner Flugtag. Leider setzten von vielen Piloten die Instrumente bei der Wende in Prilep aus. Auch meine Instrumente hatten an der Wende kein GPS-Signal. Die Organisatoren lasen die Geräte aus, um einschätzen zu können, wie groß der Bereich ist, an dem das Signal gestört ist. Für das Tasksetting der nächsten Tage, bedeutet das eine weitere Herausforderung.

Deutsches Team (Bild von Ewa - Guzilla)Am Abend gab es die Eröffnungsfeier mit einer volkstümlichen Tanzeinlage. Das Deutsche Team und ich freuen uns auf einen schönen Wettbewerb. Das Team besteht aus folgenden Piloten:

  • Andreas Malecki (Pepe)
  • Annalena Hinestroza
  • Ferdinand Vogel
  • Martin Petz
  • Jens Kierdorf
  • Torsten Siegel
  • Ulrich Prinz
  • Yvonne Dathe

Betreut werden wir von Harry Buntz, Birgit Selbherr. Für Videos sorgt Yves Joncyk von Flymovies, Fotos macht Ewa Korneluk-Guzy (Guzilla).

 

Startplatz in KrushevoFreitag den 5. August bin ich mit dem Deutschen Team mit dem Flugzeug angereist. Am 6. und 7. August konnten wir die ersten Flugstunden in diesem schönen Fluggebiet sammeln.

Bevor wir uns in die Luft erheben konnten, galt es noch eine organisatorische Dinge innerhalb des Teams zu klären. So wurden Telefonnr. ausgetauscht, erhielten Kleidung, Handschuhe von Chiba und Brillen von Sziols. Yves unser Kameramann machte die ersten Aufnahmen für die spätere Berichterstattung. Danach konnten wir den Task der Mazedonien Open mitfliegen.

 

Tolle FlugbedingungenIch selbst startete etwas verspätetet als der Task bereits lief. Daher kürzte ich meinen Flug etwas ab, um mit den anderen gemeinsam fliegen zu können. Besonders das Kreisen im Pulk wollte ich heute trainieren. So ganz ist mir das mit dem späten Start dann nicht geglückt. Doch zwei Stunden Thermikkreisen im Flachland vor Krushevo waren drin und machten Spaß. Als der Führungspulk in den Endanflug ging. Schloss ich mich ihnen an und landete mit ihnen im Ziel.

 

LandeplatzSamstag Abend ging ein heftiges Gewitter nieder, bei dem für etwa eine Stunde in ganz Krushevo der Strom weg war.

 

Nach dem Gewitter war es am Sonntag besser als erwartet, so dass wir zu einem weiteren Flug starteten. Doch die Basis war sehr tief und die Thermik schwach. Am Ende war nur ein verlängerter Abgleiter möglich, der uns Gelegenheit bot Land und Leute etwas besser kennen zu lernen. Als wir landeten kamen unzählige Kinder auf uns zu und waren neugierig woher wir kamen:

 

Nette MenschenAls uns Birgit mit dem Rückholfahrzeug einsammelte, trafen wir Pepe mit einer Gruppe sehr netter Menschen, die uns auf ein Getränk einluden. Auf dem Rückweg bewunderten wir zahlreiche Störche in ihren Nestern und in der Luft. Einer Landschildkröpte überliesen wir die Vorfahrt... Die nächsten zwei Wochen werden sicher noch sehr erlebnisreich werden.

Wir hoffen auf fliegbares Wetter für die nächsten Tag, so dass wir das Gebiet noch besser kennen lernen können bevor am 10. August der erste gewertete Durchgang startet.

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Yvonne Dathe

Lösungsorientierte Beraterin mit betriebswirtschaftlichem und psychologischen Hintergrund. Gleitschirmpilotin seit 1994 und Lebensfreude-Spezialistin.

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