Mit Lebensfreude Grenzen überfliegen!

Kaiserwetter im Kaiserwinkel

13. Juni 2014 by 0 Comment Fliegen/Sport 2583 Views

Wow, was für ein Wettbewerb! Vom 06. - 09. Juni fand in Kössen die Österreichische Staatsmeisterschaft statt. Nach unglaublichen 4 genialen Durchgängen, einigen persönlichen Rekorden, gewann am Ende Alex Schalber, vor Christoph Eder und Armin Eder. Bei den Damen gewann Yvonne Dathe, vor Silvia Buzzi und Renata Kuhnova.

1. Alex Schalber, 2. Christoph Eder, 3. Armin EderAm Freitag ging es das erste Mal rauf auf den Undernberg. Die Liftbetreiber öffneten extra für uns den oberen Sessellift, damit wir einen ruhigen Startplatz, abseits des normalen Betriebes haben. So hatten auch die Freiflieger ihre Ruhe. Die Verantwortlichen schrieben gleich mal eine 147 km FAI Dreiecksaufgabe aus. Der Startpunkt lag über Kössen. Dann ging es über St. Martin - Hochkönig - Wildkogel wieder zurück nach Kössen. Für alle Piloten ging es am Startplatz gut nach oben. Am Lofer Grat standen gute Thermiken, so dass der Pulk gut voran kann. Auch die Talquerung vom Hochkönig ins Pinzgau ging einfach. Der "Pinzgauerspaziergang" glich dank Westwind eher einer holprigen Piste. Nur sehr langsam ging es hier Pinzgauvoran. Ich selbst konnte erst um 17:30 Uhr die Wende Wildkogel nehmen. Dann ging es in Richtung Westendorf an den Wilden Kaiser. Leider verdeckten Zirren den Himmel, so dass die Abendthermik extrem schwach war. Nirgends ging es mehr venünftig nach oben. Am Wilden Kaiser war für mich dann Ende. Insgesamt kamen 13 Piloten ins Ziel. >> LINK zum Flug

Am Samstag starteten wir um 11:30 Uhr etwas früher als am Vortag dieses mal gab es einen relaxten 115 km Task. Zunächst ging es nach Westendorf, dann über den Wilden Kaiser nach St. Martin. Der Lofer Grat ging wieder bombastisch. An den Thermiken musste ich mich teilweise ganz schön festhalten. Auf dem Rückweg über Kössen an den kleinen Kaiser, versperrten Wolken den Weg, so dass ich einen ca. 2 km weitern Umweg um die Wolken herum fliegen musste. Nordseitig des kleinen Kaisers konnte gut aufgesoart werden. Danach hieß es nur noch zurück nach Kössen soaren. Recht früh waren die meisten zurück und so konnte das 20-jährige Bestehen des Vereins gefeiert werden. >> LINK zum Flug

Sonntag Morgen ging es wieder auf den Berg und die Organisatoren liesen uns keine Luft zum Durchatmen. Gleich ging es wieder in die Luft zu einer 162 km FAI Dreiecksaufgabe. Ähnlich wie am Freitag. Der einzige Unterschied war, dass vor Kössen noch der Geigelstein als Wende genommen werden musste. Am Start ging es abermals gut nach oben. Auf dem Weg zum Steinerne MeerHochkönig, verlor ich etwas den Anschluss an die Spitzengruppe und dachte "ich muss was anderes machen, um die wieder einzuholen!". Gedacht - getan. ich flog über die Lofer Steinberge, währen der Rest des Feldes einfach dem Tal weiter folgte. Leider erwiesen sich die Steinberge nicht als schnelle, kurze Route. Zunächst ging es ziemlich nach unten und dann blies ein kräftiger Westwind, der die Thermiken ziemlich zerriss. Erst am Ende der Steinberge ging es vernünftig nach oben und ich konnte wieder auf die "normale" Route zu den anderen Piloten aufschließen. Von hinten musste ich mich nun voran kämpfen. Der Pinzgauerspaziergang, war dieses Mal auch ein  Spaziergang. Es ging flott voran. Vor demm Passthurn war ich auf 3.500 m. Doch über dem Pass ging es ziemlich nach unten. Irgendwann fand ich mich auf 1.800 m wieder und musste die Talseite wechseln, um nicht vorzeitig am Boden zu stehen. Auf der Nordseite ging es zäh nach oben. Als ich wieder auf 2.800 m war glaubte ich den Wildkogel überfliegen zu können. Doch der Nordwind war so stark, dass ich nicht einmal die Wende nehmen konnte. Reumütig querte ich nochmals das Tal und drehte dieses Mal auf 3.600 m auf. Nun reichte die Höhe, um knapp über den Grat hinter dem Wildkogel zu gelangen. Auf dem Weg nach Westendorf konnte ich gemeinsam mit Uwe Tillmann und Harald Wilhelmi noch ein paar Mal aufdrehen. Mit Uwe Tillmann erreichte ich den Wilden Kaiser, an dem wir in einem ruhigen Bart bis über den Grat auf dem Weg nach Westendorfaufdrehen konnten. Nun hieß es nur noch die letzte Wende "Geigelstein" nehmen und ins Ziel abgleiten. Ich flog etwas weiter westlich als Uwe und zwei weitere Piloten. Zunächst sah es gut aus, doch dann sank ich schneller als die anderen. Mit geringer Höhe konnte ich die Wende erreichen, musste dann aber in Richtung Walchsee abdrehen, da ich nicht mehr über einen Bergsattel kam und musste dort landen. Auf zum Wilden KaiserTille hingegen, war etwas höher und konnte ins Ziel fliegen. >> LINK zum Flug

Pfingstmontag war der letzte Tag des Wettbewerbes. Es gab einen 86 km Ridge Task. Anfangs ging es zäh hoch. Nach dem Startzylinder kam ich sehr Tief und musste mich mühseelig wieder nach oben kämpfen. Andere Piloten kamen höher zurück und konnten relativ schnell weiter fliegen. Als ich zur ersten Wende in St. Martin flog, kamen mir die ersten bereits 7 km vor der Wende entgegen. Na, was soll´s. Ab diesem Moment lief es ganz gut. Recht schnell konnte ich die Wende St. Martin nehmen und an den kleinen Kaiser vor fliegen. Dort erwischte ich einen 5 m Bart und konnte mit dieser dort gewonnen Höhe fast bis ins Ziel fliegen. Lediglich drei Kreise über Kössen benötigte ich noch, um sicher die letzte Wende erreichen zu können. Nicht sonderlich schnell, aber immerhin im Ziel! ;-) >> LINK zum Flug

Die Ergebnisse der Österreichischen Staatsmeisterschaft 2014 findest du hier...


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Yvonne Dathe

Lösungsorientierte Beraterin mit betriebswirtschaftlichem und psychologischen Hintergrund. Gleitschirmpilotin seit 1994 und Lebensfreude-Spezialistin.

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