Mit Lebensfreude Grenzen überfliegen...

Donnerstag, 09 Januar 2014 14:28

Langfristig motiviert trainieren - mit der richtigen Zielsetzung

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Gerade zum Jahreswechsel haben sich viele zum Ziel gesetzt häufiger Sport zu treiben. Zu Beginn ist dabei die Motivation recht hoch, doch mit der Zeit, meistens recht schnell, lässt die Motivation nach und der alte Trott hat wieder gewonnen. Damit dir dies in diesem Jahr nicht so geht, sondern du langfristig motiviert an deinem Ziel/Training festhältst, hier ein paar Anregungen. Ganzen Artikel lesen....

 

Was ist Motivation überhaupt?

Motivation ist für mich der Wunsch oder anders ausgedrückt die Vorfreude darauf etwas erreichen zu können. Um was es sich dabei handelt ist in erster Linie zweitrangig. Wie hoch die Motivation im einzelnen ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zunächst ist es notwendig davon überzeugt zu sein, das angestrebte Ziel auch umsetzen zu wollen. Wichtig dabei ist auch, dass dieses Ziel durch eigenes Handeln erreicht werden kann. Entsteht das Ergebnis unmittelbar auf eine von mir ausgeübte Aktion bin ich motivierter. Die Bedeutung des Ergebnisses entscheidet ebenfalls darüber, wie motiviert ich bin. Ist das Ergebnis wichtig, bin ich mehr motiviert, als wenn das Ergebnis belanglos ist. Der bedeutendste Faktor meiner Meinung ist allerdings, dass Kopf und Bauch im Einklang sein müssen. Wenn der Kopf ja sagt und der Bauch aber nein, dann wird es mit der Motivation schwer. Wer ständig gegen ein ungutes Gefühl ankämpft der ist schnell demotiviert und erschöpft. Anders wenn die Emotionen mit dem Kopf übereinstimmen. In diesem Fall macht das Training Spaß und man fühlt sich beflügelt.

Wie kann Motivation erreicht werden?

Wer motiviert sein möchte, benötigt zu nächst ein Ziel für das er „brennt“, welchen ihn begeistert und für das er auch gerne etwas bereit ist zu tun. Wichtig bei der Zielformulierung sind vor allem

  • ein eindeutig positives Annäherungsziel
  • die eigene Kontrolle über das Ziel
  • positive emotionale Signale

Ein positives Annäherungsziel ist wichtig, da wir in Bildern denken. Und das Unterbewusstsein negative Aussagen nicht verarbeiten kann. Das heißt, wenn das Ziel z.B. lautet „Ich gebe dieses Mal nicht auf“, dann entsteht bereits im Kopf ein Bild davon, wie man aufgibt. Nun müsste das Unterbewusstsein dieses Bild durchstreichen, was leider nicht funktioniert. Zielführender wäre eine Formulierung wie „Ich halte durch und erreiche voller Freude das Ziel."

Der zweite Punkt ist, das Ziel muss durch einen selbst kontrolliert werden können. Dabei geht es nicht darum, auf irgendwelchen Ranglisten ganz oben zu stehen. Denn dies ist ein Ziel, welches nur bedingt durch einen selbst beeinflusst werden kann. Wenn ich noch so gut fbin und die beste Leistung meines Lebens abliefere, kann es immer noch sein, dass ich am Ende nicht auf dem Treppchen stehe, weil einfach andere noch besser waren. Daher muss die Frage lauten: „was kann ich dazu beitragen, dass ich ein möglichst gutes Ergebnis erreiche?“ Bei dieser Fragestellung kommen dann Dinge wie konzentriert trainieren, ruhig bleiben, durchhalten usw. in den Fokus.

Der letzte Punkt heißt auf seine körperlichen Signale zu achten. Wenn ein Ziel formuliert ist, sollte jeder in sich hinein hören und spüren, ob der „Bauch“ damit einverstanden ist. Erst wenn beim Gedanken an das Ziel ein Grinsen auf dem Gesicht erscheint, ist ein Ziel gut formuliert. Hier steht dann vor allem die Freude und der Spaß im Vordergrund. Wer sich an diese einfachen Regeln hält, formuliert ein handlungswirksames und motivierendes Ziel. Ein Beispiel dafür wäre: „Ich laufe meine geplante Route konzentriert und ruhig, habe unendliche Freude dabei in der Natur zu sein.“

Jeder ist für seine Motivation selbst verantwortlich. Von außen unterstützen ist hauptsächlich bei der Zielformulierung sowie bei der Regulierung des Leistungsniveaus möglich. Hier kann ein Freund oder ein Mentaltrainer gute Dienste leisten. Wichtig bei jedem Ziel ist wie gesagt die Begeisterung auf das Ziel. Wer verbissen an eine Sache ran geht, wird nur wenig Spaß haben und auf Dauer nicht motiviert sein. Über Entspannungs- bzw. Mobilisationsübungen kann das persönliche Leistungsniveau reguliert werden. Wer sein passendes Leistungsniveau gefunden hat, ist Leistungsbereit und in der richtigen Verfassung seine Bestleistung zu geben.


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Gelesen 3440 mal Letzte Änderung am Dienstag, 21 März 2017 09:34
Yvonne Dathe

Psychologin (M.Sc.) • Dipl. Betriebswirtin • Gleitschirm-Fluglehrerin

Seit 1994 fliegt Yvonne leidenschaftlich mit dem Gleitschirm. Sie schreibt über das Fliegen, das ACTive Leben und bietet psychologische Beratung an: Mentales Training • Stressige Situationen und Krisen meistern. Ihr Motto ist "Mit Lebensfreude Grenzen überfliegen!"

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