Mit Lebensfreude Grenzen überfliegen!

PWC Erzincan 2013

05. September 2013 by 0 Comment Fliegen/Sport 2518 Views

Panorama Erzincan

 

Samstag, 7. Semptember
1. Manuel Nübel, 2. Julien Wirtz, 3. Alexander SchalberManuel Nübel gewinnt die Gesamtwertung, Yvonne Dathe wird dritte bei den Damen!

Eine Woche unter anspruchsvollen Bedingungen geht zu ende. Am letzten 1. Daria Krasnova, 2. Renata Kuhnova, 3. Yvonne DatheTag wurde nochmals eine 76 km weite Aufgabe ausgeschrieben. Andreas (Pepe) Malecki gewinnt den Task mit 10 Minuten Vorsprung.

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Noch einmal ging es an den Bergen über Erzincan entlang. Zunächst nach Westen, dann ganz nach Osten bis zum Pass. Anschließend ins Flachland und weiter nach Westen bis Erzincan. Über das Flachland ging es nochmals nach Osten und die letzte Wende war direkt an den Bergen bevor es ins Ziel ging. Pepe flog im zweiten Teil eine direkte Linie und konnte so den 10-minütigen Vorsprung erfliegen.

 

Gesamtsieger: Damensieger:
1. Manuel Nübel (DEU) 1. Daria Krasnova (RUS)
2. Julien Wirtz (FRA) 2. Renate Kuhnova (CZE)
3. Alexander Schalber (AUT) 3. Yvonne Dathe (DEU)

 

Freitag, 6. September: Auf der Such nach den 4.000 m

Beim Wetterbriefing wurde uns eine Basis von 4.000 m versprochen. Dementsprechend weit wurde die Aufgabe auch gelegt. 116 km zunächst im Tal und dann über den Pass nach Nord-Osten, bis zu unserem Ziel vom 2. Tag. Am Ende sollten es nur Chikyong Ha und Manuel Nübel ins Ziel schaffen.

Bereits nach dem Start zeigte sich, dass der Tag zäh werden würde. Es ging nicht vernünftig hoch. Den Startzylinder nahm ich auf Startplatzhöhe und flog unter dem Startplatz vorbei in Richtung erster Wende im Westen. Von Rippe zu Rippe kämpfte ich mich vorwärts und kam doch nicht hoch. Der Rückweg war ebenso zäh. Wieder unter dem Startplatz durch ging es diesmal nach Osten. Kurz vor Ende des Tales lag noch eine Wende im Tal. Beim letzte Task konnte ich das Gebiet ja bereits von unten gut erkunden, so dass ich dieses Mal etwas mutiger rausflog und auch bald eine Thermik erwischte, die mich wieder auf knapp 2.000 m brachte. Am Hang ging es dann immerhin auf 2.300 m. Nach einer Schlucht bevor es in die Berge ging sah ich einen einsamen Boomerang auf der Westseite kreisen. Ich dachte gleich „das muss Thomas sein!“ und tatsächlich er war es. Gemeinsam kreisten wir zur magischen Grenze von 2.300 m und flogen dann weiter. Zunächst über die Berge, bis der Boden immer näher kam. Irgendwann wurde es mir zu heiß und ich flog raus zu den flacheren vorgelagerten Hügeln. Hier konnte ich und später auch Thomas wieder auf 2.300 m aufdrehen. Kurz vor dem Pass fanden wir einen Bart der uns dann doch mal 2.800 m. Mit dieser Höhe überflogen wir den Pass und drehten noch ein wenig an den Bergen bis wir dann leider nur noch ausgleiten konnten. Immerhin schafften wir dann 60 der 116 km. Nur die versprochene Basis von 4.000 m hat keiner an diesem Tag gefunden.

Manuel Nübel erreichte das Ziel 26 min. nach Chikyong Ha und führt nun die Gesamtwertung an. Ich selbst konnte mich wieder auf den zweiten Platz vorarbeiten. Hoffen wir, dass es heute noch einen weiteren Durchgang gibt.

Mittwoch und Donnerstag gecancelt:

Gestern fuhren wir auf den Berg, obwohl die Windwerte gegen Mittag trastisch ansteigen sollten. Und genau so war es dann auch. Pünktlich nach dem Briefing kamen kräftige Böen, die das Starten unmöglich machten. Einige Piloten erwischten ruhige Startphasen, fanden aber nur wenig gefallen in der Luft. Also wurde der Tag gecancelt.

Heute am Donnerstag pfiff der Wind bereits im Tal. Es war ungewöhnlich kalt und Schnee lag auf den Bergen. Mit warmen Klamotten bepackt ging es auf den Berg. Dort blies bereits kräftig die Nordwestströmung. Also fuhren wir nach einem kurzen Briefing wieder hinunter. Bzw. wir erwischten kein Shuttel und nutzen die Gelegenheit für eine Wanderung ins Tal. Auf halber Höhe wurden wir dann doch noch von einem Bus eingesammelt. Hoffen wir auf fliegbares Wetter morgen!

Manchmal läuft es einfach nicht, Task 3:

Task 3 PWC Erzincan Bereits am Morgen weht ein kräftiger Wind. Umso mehr überraschte uns heute eine rund 100 km lange Aufgabe noch weiter in den Osten als gestern. Bei mir lief es überhaupt nicht.

Bereits am Start kam ich nicht vernünftig hoch und erwischte 5 Minuten vor Zylinderöffnung endlich einen Bart der mich annähernd nach oben bracht. Anschließend flog ich wieder an den Hang und kam wieder nicht hoch. Ich drehte bis auf 2.500 m und meinte das reiche noch nicht. Ich suchte weiter bis der Pulk aus dem Flachland wieder an den Hang kam. Dies war allerdings ein paar Kilometer weiter östlich von meiner aktuellen Position. Also flog ich dorthin in der Hoffnung gemeinsam mit den anderen wieder nach oben zu kommen. Doch leider schaffte ich es nicht. Also versuchte ich gegen den Wind doch noch die Wende im Flachland zu erhaschen. Leider kam ich sehr tief. "Nun ging es ums überleben" - Ich flog mit Wind an einen Hügel im Tal. Leider ohne jegliche Thermik. Ich flog weiter mit Wind an den Hang zurück und erreichte noch eine Gräte an der ich ein wenig soaren konnte. Hin und wieder gab es soger so etwas wie eine Thermik. Zu mir gesellte sich noch ein weiterer Icepeak. Gemeinsam kämpften wir gegen das Absaufen. Irgendwann zog der Icepeak raus ins Flache. Mir erschien die Höhe noch zu niedrig, also kämpfte ich weiter. Irgendwann musste aber auch ich eingestehen, dass es hier keinen Sinn macht und zog ebenfalls raus ins Flache. An dem Hügel, an dem ich bereits vorher nach Thermik suchte, fand ich nun einen rettenden Bart. Der andere Icepeak landete inzwischen. Mit etwas Höhe über Grund wagte ich es gegen den Wind in Richtung Wende zu fliegen. Ich erreichte den Zylinder um 16:00 Uhr nachmittags und drehte sofort um. Alle anderen waren bereits über alle Berge. Über ein paar Häusern piepte es und ich konnte wieder kreisend an Höhe gewinnen. Langsam zirkelte ich mich nach oben. Naja, das "oben" endete bei 2.500 m. Nicht wirklich hoch. Ich flog weiter über die Hügel im Flachen und drehte jeden Piepser ein. Leider war kurz vor dem alles entscheidenden Pass gerade einmal auf 2.400 m. Das reicht leider nicht, um den Pass zu queren. Ich flog also langsam raus und landete sicher an der Hauptstraße. Daniel Tyrkas ging es anscheinend besser, lt. aktuellem Leaderboard hat er heute gewonnen. Mal sehen was die Ergebnislisten am Ende sagen werden.

 

Task 2 - PWC ErzincanManuel Nübel gewinnt den 2. Task

Der Montag begann sonnig und mit weniger Wind als am Vortag. Daher wurde eine 107 km weite Aufgabe ausgeschrieben. Zunächst ging es im Tal hin und her um dann 30 km mit Wind nach Tercan ins Ziel zu Fliegen. Manuel Nübel (GER) gewinnt vor Sebastian Hohn (GER) diesen Task.

Auf dem Weg nach TercanDer Start verlief etwas geordneter, dafür sorgte eine Absperrung. Nach dem Start ging es gut nach oben. Die Startboje lag diesmal etwas Näher am Hang und konnte gut genommen werden. Die erste Wende lag einige Kilometer östlich im Tal. Die meisten flogen wieder über die Berge zurück. Das Flachland geht See bei Tercanhier erst recht spät, daher versuchten es nur wenige direkt. Die dritte Wende lag wieder im Westen etwa auf Höhe des Startzylinders. Die Basis ist in der Zwischenzeit auf 4.000 m angestiegen. Anschließend ging es nochmals zu einer östlichen Wende im Tal bevor es über den Pass in das nächste Tal in Richtung Ziel ging. Vor der letzten Talwende machte ich nochmals maximale Höhe, da ich sah wie einige im Tal recht tief kamen. ZielAlso drehte ich auf knapp 4.000 m auf und flog ins Tal und diagonal wieder an den Hang. Leider erwischte ich nicht sofort eine Thermik, so dass ich lange brauchte um wieder hoch zu kommen. Piloten die vorher einige hundertmeter unter mir waren holten mich wieder ein und zogen teilweise sogar an mir vorbei. Andreas (Pepe) Malecki landet im ZielAuf dem Weg zur letzten Boje merkte ich, das es schon recht spät war und die Sonne schon langsam tiefer stand. Ich erwischte nochmals einen guten Bart und drehte wieder maximal auf. Von der letzten Wende ging es mit Rückwind in Richtung Ziel. Leider war jeglicher Aufwind vom Wind verblasen. Wahrscheinlich war es auch schon zu spät. Daher glitt ich nur noch bis 19 Abenstimmung am Landeplatzkm vor dem Ziel ab. Ich sah noch wie 4 weitere Piloten über mich hinweg flogen. Allerdings sind auch die nicht mehr bis ins Ziel gekommen.

Am Besten machte es heute Manuel Nübel vor Sebastian Hohn und Yassen Savov. Bei den Damen gewann Renata Kuhnova vor Daria Krasnova und Ayse Bayrak.

 

Merhaba!

Am Freitag landete unser Flieger in Erzincan, Türkei. 34 Grad Sonnenschein und kaum Wind erwarteten uns. Die kleine Stadt liegt in einem Tal, welches von gut 3.000 m hohen Bergen umringt ist. Samstag gab es eine Eröffnungsfeier mit traditionellen Vorführungen. Der Trainingstast fand auf Grund des starken Windes nicht statt. Der erste Lauf am Sonntag war recht sportlich. Das Rennen wurde um 17:04 Uhr gestoppt. Michael von Wachter aus Venuzela schaffte es beinahe ins Ziel.

Task1:

Task 1Der Morgen des ersten Laufes begann mit einem Generalbriefing. Wir erfuhren die Besonderheiten des Gebietes. Anschließend fuhren wir mit Pickups und Minibussen auf den Berg. Am Startplatz hatten wir genug Platz für die Vorbereitungen. Leider ist der Startplatz an sich nicht sonderlich groß und es liegen Startvorbereitungeneinige Steine im Weg. Wegen kräftig vorhergesagtem Wind wurde die 78 km lange Aufgabe an den Bergen von Erzincan und im Tal gelegt. Bereits der Start war für viele eine Herausforderung und für manche nicht machbar. Der Wind drehte immer weiter nach West und erschwerte die Bedingungen. Einige Piloten fuhren sogar mit den Shuttels auf einen etwas tiefer gelegenen „Startplatz“, der allerdings nicht wirklich Startplatzbesser war. Scharfkantige Steine plus Seitenwind sind keine gute Kombination. Endlich in der Luft war es nicht besser. Kräftige Thermik vermischt mit viel Wind brachten die Luft zum Prodeln. Bereits vor Öffnung des Startzylinders gab es einige Level 3 und 2 Meldungen. Wahrscheinlich hätte es jeder Freundlicher Empfang nach der LandungVerstanden, wenn hier der Task gecancelt wurde. Aber das geschah nicht. Gegen den Wind ging es zur ersten Wende nach Westen und Anschließend ging es nach Osten ins Flachland und weiter in Richtung eines Passes. Die Bedingungen wurden im Laufe des Tages etwas ruhiger. Doch der Wind blieb. Vom Pass ging es wieder retour nach Westen. Zunächst wieder ins Flache und dann über den Landeplatz hinweg. Motorschirm bei EröffnungsfeierVon der letzen Wende waren es dann noch wenige Kilometer nach Osten ins Ziel. Bei mir lief es einiger Maßen gut. Ich versuchte immer hoch zu fliegen, schaffte es aber nie bis zur Basis, die auf 4.000 m lag. Als ich auf dem Weg zur letzten Wende war wurde der Task wegen zu starkem Talwind gestoppt. MusikerZu dieser Zeit war Michael von Wachter, der das heutige Rennen gewann, kurz vor dem Ziel. Yassen Savov (BGR) stand bereits am Boden kurz vor der Ziellinie und wurde schlussendlich zweiter. Dritter wurde Lucas Bernadin (FRA). Bei den Damen kam Yvonne Dathe (DEU) am Weitesten, gefolgt von Midori Nakanome (JAP) und Yuki Sato (JAP).

Traditioneller Tanz

Tracht Tracht
Bogenschützen Reiter  Brunnen in Erzincan 

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Aufwind für Mentale Stärke

 

 

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Yvonne Dathe

Lösungsorientierte Beraterin mit betriebswirtschaftlichem und psychologischen Hintergrund. Gleitschirmpilotin seit 1994 und Lebensfreude-Spezialistin.

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