Mit Lebensfreude Grenzen überfliegen!

Palz Open 2013

08. August 2013 by 0 Comment Fliegen/Sport 2745 Views

Palz Open 2013Vom 01. - 04. August fanden am Treh in den Vogesen die Palz Open 2013 statt. Gemeinsam mit der französischen Liga traf sich die Deutsche Liga zu einem interessanten und anspruchvollen Wettbewerb. Insgesamt konnten drei Durchgänge geflogen werden. Am Ende konnte Jörg Nuber vor Poulain Stephane und Peter Jung die Gesamtwertung gewinnen. Bei den Damen gewann Yvonne Dathe vor Swetlana Piskareve und Melanie Tcaciuc.

BriefingIm Vorfeld habe ich schwer mit mir gerungen, ob ich wirklich wieder an den Treh zu einem Wettbewerb fahren sollte. Bei meinen letzten beiden Versuchen kam gerade einmal ein halber Durchgang zu stande. Die Wetteraussichten waren gut, also beschloss ich doch mit an den Treh zu fahren. Schließlich sind alle guten Dinge drei!

Tiefe BasisAm Donnerstag bestätigten sich auch die Aussichten. Es herrschte Süd-West-Wind. Die Tasksetter entschieden sich für eine 45 km Aufgabe. Erst spät um 14:40 Uhr wurde der Task gestartet, obwohl schon früh einige Freiflieger gut überhöhten. In der Luft stellte sich raus, dass es gut und zügig nach oben geht. Mit einer Basis um die 2.000 - 2.500 m über den flachen Hügeln sollte die Aufgabe Danke fürs Schirmhalten!leicht zu schaffen sein. Der erste Eindruck täuschte allerdings. Die vermeintlichen Ridges gingen nicht so gut, wie sie aussahen. Wer tief kam, musste unter Umständen landen. Hoch fliegen war angesagt. Im Zick-Zack-Kurs ging es über die Berge. Der Endanflug ging gegen den Wind. Es wackelte ein wenig, trug aber ganz gut, gewittrigsofern der Weg richtig gewählt wurde. Am Ende konnte Sebastion Hohn den ersten Tag für sich entscheiden.

Freitag war erst einmal Pause angesagt. Zu viel Wind! Dafür ging es am Samstag wieder. Am Morgen regnete es etwas und die Basis schien ziemlich tief. Immer wieder bauten sich in der Ferne Gewitter auf. Gutes Landeplatz in UrbesFlugwetter sieht normalerweise anders aus. Die Tasksetter entschieden sich für das einzig mögliche - ab ins Flachland. 47 km über die Vogesen über Colmar bis nach Marckolsheim ging die Aufgabe. Die Aufgabe wurde als Groundstarted-Race ausgeschrieben. Das heißt der Start begann am Boden. Die ersten kamen auch gut hoch und waren sofort weg. Warten auf den RückholerGleich nach dem Start war klar, die Basis ist mit 1.700 m nicht wirklich hoch. Tief ging es über die Ridges bis nach Colmar. Hier war es ein harter Kampf eine Thermik zu finden. Der erste Führungspulk war ziemlich weit vorne. Ich drehte jede noch so kleine Blase aus und versuchte möglichst hoch über Colmar zu fliegen. Dahinter trafen sich viele der Piloten. Aus verschiedensten Richtungen kamen sie angeflogen. Über einer Ortschaft in Mitten von grünen Maisfeldern (hier ist nur wenig Thermik zu vermuten) drehte der Pulk auf. Mit einer Gleitzahl 1:8 flogen wir dann die letzten zehn Kilometer über das Flachland ins Ziel. Einige tiefere Piloten schafften es nicht und mussten auf dem Weg ins Goal einlanden. So auch der Führungspulk. Simon Kirsch, der heutige Tagessieger, flog auch recht knapp los, erreichte aber noch den Zielzylinder und konnte gleich anschließend auf einer kleinen Wiese landen. Ich selbst kam auch recht knapp an, konnte aber wenigstens noch zwei Kreise über der Landewiese drehen.

Sonntag sollte der vermeitlich beste Tag sein. Am Morgen noch vor dem Frühstück zog ein Gewitter durch. Außer den Organisatoren glaubten wohl nur wenige an einen wirklich guten Flugtag. Dennoch fuhren wir um 11:00 Uhr auf den Startplatz. Wegen der Nässe kondensierte es unterhalb des Startplatzes. Wegen der großen Startwiese entschieden sich die Tasksetter wieder für einen Groundstarted-Race. Die 43 km Aufgabe führte quer durch die Vogesen über Pässe und hinein in andere Täler. Das Ziel war in Urbes. Nach dem Start musste ich bereits an der ersten Gräte kämpfen oben zu bleiben. Nach einer Weile ging es endlich wieder hoch. Am Ende des Tales mussten wir über einen Pass fliegen. Ich sah wie einige Piloten abblätterten und im Tal landen mussten. Eine gefühlte Stunde hielt ich mich vor dem Pass an einer Kante auf und kämpfte gegen das Absaufen. Gemeinsam mit Uwe Tillmann kreiste und soarte ich eine Runde nach der anderen. Irgendwann rief er mir zu, dass weiter vorne einige Piloten gerade gutes Steigen hatten. Wir flogen gemeinsam los und fanden bereits auf halben Weg eine brauchbare Thermik. Endlich ging es nach oben und wir konnten den Flug fortsetzen. Über dem Pass war der restliche Flug relativ einfach zu bewältigen. Die Basis war nun endlich höher und die Bärte zogen kräftig durch. Lediglich nach der zweiten Wende kam ich nochmal für kurze Zeit tief und musste auch geringes Steigen mitnehmen. Den letzten Tag der Palz Open 2013 gewann Jörg Nuber, der sich damit auch den Gesamtsieg sicherte.

Am Ende waren es mit drei interessanten Durchgängen wirklich gelungene Palz Open. Vorallem das Organisationsteam hat sich richtig viel Mühe mit den Lunchpaketen und der Betreuung der Piloten gegeben. Ich freue mich schon sehr auf eine Wiederholung dieses Wettbewerbes!

Ergebnis Overall

1.       Nuber, Jörg
2.       Poulain, Stéphane
3.       Jung, Peter

Ergebnis Damen

1.       Dathe, Yvonne
2.       Piskareva, Svetlana
3.       Tcaciuc, Melanie

Homepage Palz Open 2013

Resuts Overall

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Aufwind für Mentale Stärke

 

 

 

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Yvonne Dathe

Lösungsorientierte Beraterin mit betriebswirtschaftlichem und psychologischen Hintergrund. Gleitschirmpilotin seit 1994 und Lebensfreude-Spezialistin.

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