Mit Lebensfreude Grenzen überfliegen!

Schmittenpokal 2013

08. Juli 2013 by 0 Comment Fliegen/Sport 2594 Views

Schmittenpokal 2013Wer hätte das Gedacht. Obwohl die Aussichten für das Wochenende wirklich nicht sonderlich gut aussahen, konnten wir zwei gültige Durchgänge beim Schmittenpokal 2013 im Pinzgau fliegen. Der erste Durchgang war knapp 30 km weit und der zweite immerhin fast 50 km. Alex Schalber gewinnt vor Thomas Klinger und Josef Brandner die Overallwertung. Peter Nägele ist Erster vor Manfred Zenker und Harals Wilhelmi in der "Serienklasse". Bei den Damen gewinnt Isabella Messenger vor Yvonne Dathe und Annalena Hinnestroza.

 

Tiefe Wolken über dem PinzgauAls wir am Freitag Abend am Bahnhof Fürth-Kaprun ankommen, regnete es in Strömen. Kaum einer war wirklich optimistisch für den nächsten Tag. Trotzdem schrieben wir uns für den Bewerb ein und hofften auf ein Wunder. Am Samstag morgen hingen die Wolken tief über dem Pinzgau. Die Auffahrt um 9:30 Uhr fand dennoch statt. Oben angekommen hieß es erst Warten auf steigende Basiseinmal warten. Irgendwann schrieben die Organisatoren einen etwa 30 km langen Task aus. Wegen der unzuverlässigen Thermik wurde das Race im Ellapse-Time-Modus gestartet. Es konnte sich also jeder seinen Startzeitpunkt selbst wählen. Je nach Startzeitpunkt hatten die Piloten glück und konnten etwas "Thermik" finden oder es ging ihnen wie mir. Ich hatte kurz nach dem Start eine kleine 1. Alex Schalber, 2. Thomas Klinger, 3. Josef Brandner, 4. Christoph EderThermikblase mit der ich bis zur Basis aufdrehen konnte. Anschließend ging es im Gleitflug ohne Piepser bis nach Uttendorf. Naja, vielleicht hätte ich an der einen Stelle noch etwas länger verharren sollen?! Unentschlossen Immerhin schafften es vier Piloten bis ins Ziel: Stefan Gruber, Alex Schalber, Thomas Ide und 1. Peter Nägele, 2. Manfred Zenker, 3. Harald Wilhelmi, 4. Birger Clausen, 5. Gottfied KaschnigRudolf Niedermühlbichler.

Am Sonntag schien am Morgen bereits die Sonne. Dennoch war die Basis zunächst tief und wir mussten abermals warten. Zusätzlich blies ein kräftiger Ostwind. Es wurde eine ca. 50 km lange Aufgabe am Südhang des Pinzgaus ausgeschrieben. Einige Piloten hatten wegen den Bedingunen 1. Isabella Messenger, 2. Yvonne Dathe, 3. Annalena HinnestrozaSchwierigkeiten am Start. Auch ich zählte zu diesen. Als Folge kam ich erst kurz vor Öffnung des Startzylinders in die Luft und hetzte hinterher. Ich erwischte eine gute Route und hatte zu kämpfen unter den Wolken zu bleiben. Damit ich nicht ständig um die Wolken fliegen musste, spiralte ich an einer Stelle sogar einige Meter hinunter. So konnte ich auf dem direkten Weg zur ersten Wende weiterfliegen. Dort habe ich dann die ersten Piloten eingeholt. Die zweite Wende war noch ein kleines Stück westlicher. Am Hang machten wir wieder Höhe. Nach der zweiten folgte die dritte Wende etwa 5 Km östlich. Um nicht wieder den Wolken zu Nahe zu kommen, drehte ich einen guten Bart nicht bis zur Basis auf. Das war ein großer Fehler. An der dritten Wende kam ich tief und fand mich im Lee wieder. Die meisten anderen, die ich zuvor eingeholt hatte flogen nun hoch über mich hinweg. Nur ein Schirm war noch tiefer - es war Isabella. Sie flog ziemlich frech einfach weiter und scherte sich scheinbar nichts um die niedrige Höhe. Ich hingegen drehte wieder auf und flog nach der Wende wieder nach Osten zur vierten Wende. Ich kam wieder etwas tief und drehte wieder hoch. Isabella und Annalena waren bei mir. Gemeinsam machten wir Höhe. Irgendwann zog Isabella fort. Der berechnete Gleitwinkel zum Ziel zeigte 12 an. Das war mir noch zu riskant. Ich machte Höhe bis ich eine angezeigte Gleitzahl von 7 hatte. Denn es ging ja gegen den kräftigen Ostwind wieder nach Westen. Nun konnte ich den Endanflug angehen. Meine Sicherheitshöhe war auch bitter notwendig. Ich flog über die Ziellinie und landete nur wenige Winter dahinter ohne noch einen Kreis drehen zu können. Wie es Isabella ins Ziel geschafft hat ist mir ein Rätsel. Damit hat die Damenwertung Isabella Messenger vor mir und Annalena Hinnestroza gewonnen. Alex Schalber gewinnt vor Thomas Klinger und Josef Brandner die Overallwertung. Peter Nägele ist Erster vor Manfred Zenker und Harals Wilhelmi in der "Serienklasse". Herzlichen Glückwunsch an alle Sieger!

Die Organisation war wie jedes Jahr genial - Wir freuen uns auf eine weitere Ausgabe des Schmittenpokals in 2014!

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Yvonne Dathe

Lösungsorientierte Beraterin mit betriebswirtschaftlichem und psychologischen Hintergrund. Gleitschirmpilotin seit 1994 und Lebensfreude-Spezialistin.

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